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Dezember

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Bonnie Andres wiederholt Vorjahressieg beim Silvesterlauf

 

Am letzten Tag des Jahres machten sich beim Oldenburger Silvesterlauf noch einmal 805 Laufbegeisterte auf die Beine um das alte Jahr sportlich aktiv zu beenden. Damit konnte sich Veranstalter VfL Oldenburg über eine Verbesserung des alten Teilnehmerrekords um 128 Läufer freuen.

 

Wie schon im Vorjahr war Bonnie Andres vom gastgebenden VfL über 5 km erneut nicht zu schlagen. Mit ihrer Siegeszeit von 19:44 verbesserte sie ihre Vorjahreszeit um ganze 61 Sekunden und distanzierte Tomke Köhler (20:23) vom 1. TCO „Die Bären“ um 39 Sekunden auf den zweiten Platz. Direkt dahinter kam Jette Grön vom BTB in 20:31 ins Ziel.

 

Auch bei den Männern war mit Jakob Günther ein VfLer schneller als alle anderen Oldenburger Läufer. Seine gelaufene Zeit von 16:57, die bei so manch einem Volkslauf für den Sieg gereicht hätte, bedeutete diesmal nur Platz drei hinter Philipp-Johannes Müller (TSV Cottbus, 16:30) und Markus Hein (Hannover 96 Triathlon, 16:53). Dahinter folgten Maurice Krüger (17:35), Jens Willers (VfL, 17:48), Michael Helms (LSF, 18:35) und Frank Gräfedünkel (SW Oldenburg) auf den Plätzen vier bis sieben. Mit Eike Kruse vom Team Laufrausch als Zehntem in exakt 19 Minuten lief ein weiterer Oldenburger in die Top Ten.

 

Auf hohem Niveau präsentierte sich der 10 km Lauf bei den Männern. Gleich 38 Läufer knackten die 40 Minutengrenze. Acht mehr als im Vorjahr. Nicht zu schlagen war an diesem Tag Yonas Abadi von der SG akquinet Lemwerder, der für die zwei Runden um die Universität Oldenburg 31:40 Minuten benötigte. Damit verwies er Lokalmatador Georg Diettrich (LC Wechloy, 32:30), dem er in diesem Jahr schon mehrfach unterlegen war, auf den zweiten Platz knapp vor Frederic Gabry in 32:37. Für Diettrich war es der dritte zweite Platz in Folge beim Silvesterlauf. Zweitschnellster Oldenburger war Diettrichs Vereinskollege Sascha von Engelmann der in 35:20 zwar seine Vorjahreszeit um zwei Sekunden verbessern konnte aber als Siebter zwei Plätze schlechter als 2014 platziert war. Die „Bären“ Oliver Theilmann und Jens Nowak liefen zeitgleich in 36:26 als Zehnter und Elfter über die Ziellinie.

 

Nicht ganz in Bestform zeigte sich Streckenrekordlerin Michelle Kipp vom VfL, die in 38:59 nicht nur zweieinhalb Minuten über ihrem Streckenrekord blieb, sondern auch tatenlos mit ansehen musste wie Michaela Moeller sich in 35:23 Sieg und Streckenrekord sicherte. Knapp an der 40 Minutengrenze scheiterte Kipps Vereinskollegin Paula Böttcher, die in 40:04 als Dritte so schnell wie schon lange nicht mehr über die 10 km unterwegs war. Kai Sachtleber von den „Bären“ wurde in 42:27 Vierte.

 

Besser als sein Vater Georg machte es Matti Diettrich, der im Bambinilauf über 650 m seinen Vorjahressieg wiederhole konnte und dabei in 2:40 sechs Sekunden schneller war als 2014. Schnellste Schülerin war hier Nantke Willerbach in 3:09.

 

Den 1,5 km langen Schülerlauf konnte der Vorjahreszweite Kemo Ceesay in 5:38 für sich entscheiden. Schnellste Oldenburgerin war, als Dritte hinter Siegerin Denise Jaschinski (Jahn Brinkum, 5:59) und Marie Koch (SV Friedrichsfehn, 6:09), Hanna Knoll vom OTB in 6:15.

 

Erfolgreicher Silvesterlauf für Läufer aus Syrien und Albanien

 

Wie in jedem Jahr waren auch beim Oldenburger Silvesterlauf 2015 wieder zahlreiche „Ersttäter“ am Start. Fünf von ihnen sind Teil des Integrationsprojektes „Sportfreunde des VfL Oldenburg“. Dabei hätte keiner der fünf noch vor wenigen Monaten damit gerechnet je an einer Oldenburger Laufveranstaltung teilzunehmen. Bei Kreshnik Suli, Imer Nesimi, Napolon Loka, Izmir Erkocevic und Mahmoud Bassmaji handelt es sich nämlich um Flüchtlinge aus Albanien und Syrien die derzeit in Flüchtlingsunterkünften in Oldenburg leben. Seit einigen Wochen trainieren sie nun mit Extremsportler Michael Groth im Bürgerbusch, wo dieser sie in seine bestehende Laufgruppe integriert hat. „Viel Abwechslung haben die Jungs in ihren Unterkünften nicht, da sind sie froh über jede Möglichkeit etwas zu unternehmen und da ist das gemeinsame Sporttreiben geradezu ideal“, weiß der erfahrene Läufer zu berichten. Gemeinsam mit der Leichtathletikabteilung des VfL Oldenburg, unter der Leitung von Andreas Ritzenhoff, hat er es sich zum Ziel gesetzt Flüchtlingen zu helfen sich sportlich zu betätigen und in der Oldenburger Leichtathletikszene zu integrieren. Hierfür war er auch recht aktiv bei der Suche nach Sportbekleidung für seine Schützlinge. Zahlreiche Oldenburger Läufer haben hier bereits mit Sachspenden geholfen.

 

Und die fünf jungen Männer im Alter zwischen 21 und 27 Jahren machten ihre Sache beim Silvesterlauf mehr als gut. Suli als schnellster des Quintetts verpasste als 11. in 19:38 eine Top Ten Platzierung nur knapp. Während Nesimi in 19:58 die 20 Minutengrenze knacken konnte verpasste Loka dies in 20:05 nur um wenige Sekunden. Nesimi kündigte nach dem Lauf auch gleich an mit dem Rauchen aufzuhören, um in Zukunft noch schneller zu werden. So sehr hatte ihm die Teilnahme am Lauf gefallen. Erkocevic, dessen Stärken eher auf den noch kürzeren Strecken liegen kam in 21:42 ins Ziel. Aber auch die Zeit des „langsamsten“ der Sportfreunde, Bassmaji, konnte sich mit 22:56 durchaus sehen lassen.

 

Sehr zur Freude ihrer sportlichen Betreuerin Sandy Werner, die selbst keine unbekannte in der Oldenburger Laufszene ist. „Die Jungs haben das richtig klasse gemacht“, strahlte sie nach dem Lauf. Werner, die als ehrenamtliche Mitarbeiterin im ehemaligen Mios-Großmarkt Flüchtlinge betreut, hatte das Quintett zuvor mit dem Auto von ihren Unterkünften abgeholt. Dies macht sie auch regelmäßig, wenn es zum Training in den Bürgerbusch oder auf den Utkiek geht.

 

Startblock verhindert Doppelsieg von Hess in Dortmund

 

Auch ein zweiwöchiger Urlaub konnte der derzeitig überragenden Form Adham Hess nichts anhaben. Beim Hallensportfest in Dortmund am 4. Advent konnte er gleich zweimal seine 60 m Bestzeit verbessern und das Finale in 7.13 Sek. deutlich für sich entscheiden. Am Ende hatte er 12/100 Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Selbst seine Vorlaufzeit von 7.17 hätte zu einem klaren Sieg gereicht. Damit untermauerte er einmal mehr seine Position als Oldenburgs schnellster Mann.

 

Im gleichen Vorlauf wie Hess war Pierre Wirth an den Start gegangen und benötigte für die 60 m exakt eine Sekunde mehr als sein Vereinskollege, konnte dabei aber seine persönliche Bestzeit gleich um 11/100 auf 8.17 steigern.

 

Nicht so gut lief es für Hess über 200 m. Trotz einer läuferisch starken Leistung reichte es am Ende nur zu Platz drei in 23:05 da sich beim Start der Startblock löste und er wertvolle Zeit verlor. Nicht ganz zufrieden war auch Wirth mit seinem zweiten Wettkampf, dem Weitsprung. Mit 4,79 m blieb er deutlich unter den von ihm angestrebten fünf Metern.

 

Einen Doppelstart absolvierte auch Mona Rieber. Nach 30.89 über 200 m konnte sie sich anschließend noch über ihren zweitbesten Weitsprungwettkampf freuen. Am Ende standen 4,26 m für sie zu Buche. Maartje Hendrikse lief die 400 m in 67.37.

 

Für Leslie Andres war es ihr erster Bahnlauf. Den bestand sie allerdings mit Bravour. Für die 800 m benötigte sie 3:02,75. Gewohnt defensiv ging ihre Schwester Bonnie das Rennen an. Was im Stadion durchaus schon zum Erfolg geführt hat erwies sich in der Halle als schwieriger da die engen, erhöhten Kurven ein überholen deutlich kraftraubender gestalteten. Im Ziel hatte sie sich in 2:28,31 auf den dritten Platz vorgearbeitet.

 

Als letztes ging Michelle Kipp über 1500 m an den Start. Auf den ersten 1000 m konnte sie das vom Trainer vorgegebene Tempo noch halten bevor sie rausnehmen musste und in immer noch guten 4:54,60 ins Ziel kam.

 

Oldenburgs Oberbürgermeister empfängt Ruth Spelmeyer

 

Knapp eine Woche vor Heiligabend durfte sich Oldenburgs beste Leichtathletin Ruth Spelmeyer vom VfL Oldenburg am Freitagabend über ihr erstes Weihnachtsgeschenk freuen. Bei einem Empfang im Rathaus durch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann durfte sich die 25-Jährige ins Gästebuch ihrer Heimatstadt eintragen.

 

„Ich war schon ziemlich aufgeregt. Schön, dass die Stadt würdigt, dass ich immer noch für den VfL starte“, strahlt sie. Krogmann betonte, dass es für ihn ein persönliches Bedürfnis sei, eine solch herausragende sportliche Leistung von Seiten der Stadt zu würdigen. „Die Leichtathletik ist ein wichtiger Bestandteil des Oldenburger Sports und Ruth Spelmeyer ein Vorbild für junge Sportler. Sie ist nicht nur ein Aushängeschild für den VfL, sondern auch für die Stadt“, lobte er die sympathische Bümmerstederin und gestand gleichzeitig, dass er erst im letzten Jahr bei der Mannschafts-EM in Braunschweig auf die VfLerin aufmerksam geworden war. „Als ich hörte, dass sie eine Oldenburgerin sind habe ich gleich ganz fest die Daumen gedrückt und es hat ja geholfen“, verriet er Spelmeyer bei einem gemeinsamen Gespräch.

 

Auch VfL-Ehrenpräsident Günther Bredehorn war voll des Lobes für die laut seiner Aussage erfolgreichste Sportlerin Oldenburgs. „Danke, dass Du dem VfL auch in Hannover treu geblieben bist.“ Spelmeyer studiert seit 2011 in Hildesheim Psychologie und lebt in einer Sportler-WG in Hannover. „Ich bin froh und glücklich, dass Du Dich bei uns angemeldet hast. Ich erinnere mich gerne an unser Treffen 2008, als Du gerade Deinen ersten Jugend-DM-Titel gewonnen hattest. Da hast Du mir erzählt, dass Dein Traumziel Olympia sei. Und nun stehst Du kurz davor. Der VfL und Oldenburg drückt Dir die Daumen, dass Du es schaffst. Du bist die beste Werbung für den VfL und Oldenburg und hast es verdient bei Olympia dabei zu sein“, so der ehemalige Präsident des VfL, der gemeinsam mit Rosi Linde (Geschäftsführerin VfL), Andreas Ritzenhoff (Abteilungsleiter Leichtathletik) und Bernd Teuber (Sportwart Leichtathletik) die Farben des Vereins vertrat.

 

Auch Jürgen Müllender, Vorstandsmitglied von Spelmeyers Sponsor Öffentliche Versicherungen Oldenburg, ließ sich die Ehrung nicht entgehen und betonte welch ein guter Werbeträger die Sprinterin des VfL sei. „Wir haben gemeinsame Aktionen mit Ruth und unseren Auszubildenden ausgeführt, so haben wir sie z.B. einmal im Trainingslager besucht um eine Trainingseinheit mit ihr zu absolvieren und im letzten Jahr haben wir dann eine Auszubildendenfahrt nach Braunschweig zur Team-EM gemacht“, erzählt er den Anwesenden.

 

Fehlen durften natürlich nicht ihre vor Stolz fast platzenden Eltern und Großmutter. „Das ist schon was ganz Besonderes für mich, dass Ruth heute hier im Rathaus ist“, strahlte die stolze Mutter. Mit dabei war auch Spelmeyers Trainingspartnerin Anna Rakauc von Eintracht Hannover mit der sie im nächsten Jahr gemeinsame Staffelerfolge feiern möchte. Extra zu diesem Zweck wurde vor einigen Wochen die StG Staffelteam Niedersachsen ins Leben gerufen, zu der neben dem VfL und Hannover noch TSV Otterndorf gehört.

 

Der Verlauf der Saison 2015 dürfte der Ausnahme-Athletin wie ein Traum vorgekommen sein. Nach Platz drei bei der Wahl zu Niedersachsens Sportlerin des Jahres folgten zum wiederholten Mal der Gewinn bei den Wahlen zu Niedersachsens Leichtathletin und Oldenburgs Sportlerin des Jahres.

 

Zurück auf der Tartanbahn, konnte sie sich über ihren ersten Deutschen Meistertitel in der Frauenklasse und die erstmalige Nominierung für einen Einzelstart bei einer internationalen Meisterschaft, der Halleneuropameisterschaft in Zürich, freuen. Mit ihren Starts über 400 und 4 x 400 m bei den Mannschaftseuropameisterschaften in Russland trug sie maßgeblich zum Gewinn der Silbermedaille bei.

 

Wenige Wochen später stand mit der Universiade in Gwangiu (Südkorea) ihr bisher größter Auftritt auf internationaler Bühne auf dem Programm; sie schloss als Vierte ab. Ende Juli folgte ihr erster, lang ersehnter Freilufttitel bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg.

 

Gefragt, welche Schlagzeile sie sich für 2016 wünscht, antwortet sie selbstbewusst: „Spelmeyer schafft Qualifikation für Olympiade in Rio“.

 

Kaun sprintet in Hannover aufs Podium

 

Mit zwei dritten Plätzen beim Hallensportfest in Hannover startete Sprinter Niels Kaun am vergangenen Sonntag in die diesjährige Hallensaison. Bereits im Vorlauf war er über 60 m in 7.26 auf den dritten Platz gesprintet. Den wiederholte er dann im Finale trotz eines schlechteren Starts mit einer Zeit von 7.27. Damit hatte er seine Zielzeit von 7.30 gleich zweimal unterboten und konnte mit seinem Start in die Saison mehr als zufrieden sein. Sein Vereinskollege Bernd Teuber konnte im Vorlauf in 8.61 seine Leistung von Münster, zwei Wochen zuvor, bestätigen.

 

Vor den 200 m hatten dann beide VfLer doch ein wenig Muffensausen. Hatten sie doch beide für diese Distanz noch nicht so richtig trainiert und für Teuber war es sogar der erste 200 m Lauf in der Halle. Mit 27.96 konnte er dann auf ungewohntem Terrain durchaus zufrieden sein, ebenso wie Kaun der 24:23 benötigte.

 

Ebenfalls am Sonntag war Hans Jürgen Lay beim Hallenmeeting in Hamburg in die Hallensaison gestartet. Nach etwas verschlafenen Start konnte er mit seinen 7.56 über 60 m nicht ganz zufrieden sein. Besser lief es dann im Weitsprung. Mit gesprungenen 6,32 m landete er am Ende auf dem zweiten Platz und konnte sich darüber freuen alle sechs Sprünge über sechs Meter in die Grube gesetzt zu haben.

 

Günther startet erfolgreich in Crosslaufsaison

 

Beim 31. Niko-Cross auf dem Bremer Burgwall startete Jakob Günther erfolgreich in die diesjährige Crosslauf-Saison. Auf der überaus anspruchsvollen Strecke absolvierte der VfLer die 10.000 m in hervorragenden 37:57 Minuten und wurde damit Zweiter. Fast drei Minuten hinter Sieger Sebastian Kohlwes (35:17) von der LG Hansa Stuhr, der ein einsames Rennen lief.

VfL-Frauen laufen bei Cross in Essen aufs Podium

 

Mit dem 39. Nikolaus-Crosslauf in Essen begann für das Frauen Laufteam des VfL Oldenburg die neue Saison. Sieben Wochen nach ihrem zweiten Platz beim Citylauf konnte Michelle Kipp in Essen über 3900 m diese Platzierung wiederholen. Mutig war sie das Rennen angegangen und ging nach der 880 m langen Einführungsrunde gemeinsam mit Favoritin Christina Gerdes (BV Garrel) in die zweite Runde. Nach zweieinhalb Kilometern musste sie aber Gerdes ziehen lassen und kam am Ende in 14:54 Minuten 22 Sekunden hinter der Siegerin ins Ziel. Dritte wurde Swantje Harms in 16:12.

 

Noch geschwächt von einer Grippe ging Paula Böttcher über 9000 m an den Start. Auf der flachen, matschigen Waldstrecke konnte sie sich in der dritten Runde von der Konkurrenz absetzen und in 38:15 das Rennen für sich entscheiden.

 

Weniger gut lief es für Bonnie Andres. Nach der Einführungsrunde auf Platz vier liegend wurde sie auf den verbleibenden 1350 m noch auf den neunten Platz durchgereicht und zeigte nach dem Rennen wenig Lust auf weitere Starts bei Crossläufen.