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Juli

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DM-Titel Nummer zwei für Spelmeyer

 

Dank eines starken Finish sicherte sich Ruth Spelmeyer nach dem deutschen Hallen-Titel nun auch ihren ersten Titel unter freiem Himmel und das obwohl Laura Müller (LSG Saarbrücken-Sulzbachtal) ihr ordentlich zusetzte. Beide lieferten sich einen spannenden Zweikampf um den Titel. Auf der Zielgeraden wurde es noch einmal richtig spannend. Die Oldenburgerin gewann mit einem starken Finish in 52,41 Sekunden vor Laura Müller in 52,51. Trotzdem war sie nach dem Lauf nicht ganz zufrieden mit ihrer Präsentation: „Ich habe gewonnen, viel mehr habe ich nicht mitbekommen. Vorne war es ganz gut. Ich wollte eigentlich eine 51 laufen. Das hat sich damit wohl für dieses Jahr erledigt. Aber Meisterschaft und erster Freilufttitel. Das bedeutet mir ziemlich viel.“ Ihren Vorlauf hatte sie bei schwierigen Windverhältnissen deutlich in 52,96 gewonnen.

 

Erfolgreicher Ausflug nach Sottrum

 

Gleich vier VfLer machten sich nur einen Tag nach dem erfolgreichen Oldenburger Abendsportfest auf dem Weg nach Sottrum, wo die Abschlussveranstaltung der diesjährigen Sottrumer Sommerlaufserie stattfand. Einzig Kathrin Scholl war am Vortag nicht am Start gewesen. Motiviert durch Peter Fuchs Rekordlauf in Oldenburg konnte sie ihre Zeit, welche sie im Vorjahr in Papenburg aufgestellt hatte, um zwei Sekunden auf 3:25,5 verbessern. Mutig hatte sich Wolfgang Jung in seinem ersten 1000 m Lauf vom Start weg an Scholls Fersen geheftet, musste aber schnell feststellen, dass das Tempo zu hoch für ihn war. Mit seiner Zeit von 4:00,5 konnte er am Ende aber mehr als zufrieden sein. Einen Tag nach ihrem Rekordlauf über 3000 m verpasste Michelle Kipp in 3:05,5 ihre Bestzeit über 1000 m um gerademal etwas mehr als eine Sekunde.

 

Am Vortag waren Peter Fuchs und Jost Schütte über 1000 m an den Start gegangen und liefen nun in Sottrum beide die 3000 m. Fuchs benötigte hier 12:51 und Schütte 17:20 Minuten.

 

VfLer präsentieren sich im Marschweg Stadion in Topform

 

Beim ersten Oldenburger Abendsportfest im Marschweg Stadion am vergangenen Mittwoch (22.7.15) präsentierten sich die Athleten des VfL Oldenburg in Topform und glänzten mit mehreren Bestleistungen.

 

Los ging es mit den 100 m wo gleich sechs VfLer am Start waren. Den Anfang machten im ersten Zeitlauf Pierre Wirth (13,24), Bernd Teuber (13,43) und Wolfgang Jung (14,13). Während Wirth mit seiner zweitschnellsten Zeit den Lauf vor Teuber gewinnen konnte, konnte sich dieser genauso wie Jung, trotz 0,9 m Gegenwind, über eine neue Bestleistung freuen. Auch im zweiten Zeitlauf gab es durch Niels Kaun in 11,26 einen VfL-Sieg. Dabei verpasste er seine Jahresbestleistung gerademal um 1/100. Jahresbestleistungen gab es in diesem Lauf durch Hans-Jürgen Lay (11,66) und Konstantin Merkel (11,95). Für Lay war es der zweitschnellste 100 m Lauf im VfL-Trikot und Merkel lief erstmals in diesem Jahr unter zwölf Sekunden.

 

Erste technische Disziplin war das Kugelstoßen der Männer. Sowohl Klaus Sprenger (9,31 m) als auch Bernd Teuber (7,93 m) konnten hier ihre Bestweite verbessern. Nur kurze Zeit später begann bei den Männern der Weitsprung. Hier lag der Anlauf unmittelbar neben dem Kugelstoßsektor, was der eine oder andere Springer durchaus irritierte. „Als ich kurz nach einem Sprung hörte wie eine Kugel in die Abgrenzung knallte habe ich bei meinen restlichen Sprüngen drauf geachtet erst anzulaufen wenn kein Kugelstoßer im Ring stand“, erzählte Hans Jürgen Lay kopfschüttelnd nach dem Wettkampf. Dies sollte aber keine Entschuldigung für Lays schlechtesten Wettkampf im VfL-Trikot sein. „Ich habe schon vor dem Beginn ein schlechtes Gefühl gehabt und als ich auch nach dem fünften Versuch nicht weiter als 6,01 m gekommen bin habe ich mir den letzten Versuch gespart. Nach dem guten 100 m Lauf hatte ich eigentlich auf einen besseren Weitsprung gehofft“. Auch Pierre Wirth war mit seinem Wettkampf und den erzielten 4,77 m nicht besonders zufrieden. „Ich finde zur Zeit einfach nicht den Rhythmus und mein Absprung ist zu flach“, haderte er anschließend. Mit ein Grund könnte aber auch die Muskelverhärtung sein, die er sich im 100 m Lauf zugezogen hatte und ihn zum Verzicht auf einen Start beim 200 m Lauf bewog. Besser lief es dafür Jürgen Jeske der gleich zweimal 5,53 m sprang und hiermit eine neue Jahresbestleistung erzielte.

 

Viel Freude gab es auch über 1000 m. In 3:01,59 lief Dominic Ellwardt in seinem Lauf auf Platz Drei, was gleichzeitig den dritten Platz in der Bestenliste bedeutete. Zu neuen Bestzeiten stürmten Swantje Harms (3:20,54) und Peter Fuchs (3:28,22). Während Harms das Rennen für sich alleine gestalten musste, konnte Fuchs sich an Heinz Reinmold hängen und sich von diesem zu einer neuen Bestzeit ziehen lassen.

 

Die anschließenden 200 m Läufe wurden regelrecht vom Winde verweht. Zwar zeigte der Windmesser bei allen Läufen Rückenwind an, aber da nur auf der Zielgeraden ein Windmesser stand flossen die Windverhältnisse aus der Kurve nicht mit in die Ergebnisliste ein. Teilweise starke Windböen bremsten die Läufer regelrecht aus. So war es auch kein Wunder, dass die gelaufenen Zeiten hinter den Erwartungen zurückblieben. Einzig Konstantin Merkel konnte in 23,81 eine neue Jahresbestleistung laufen. Niels Kaun (23,04), Bernd Teuber (27,48), Wolfgang Jung (29,59) und Martje Hendrikse (29,45) blieben gleich mehrere Zehntel hinter ihren Erwartungen zurück.

 

Den Abschluss des Tages bildeten die 3000 m Läufe. Im ersten Lauf bildete sich schnell eine Führungsgruppe mit den drei VfLern Jakob Günther, Sebastian Koch und Michelle Kipp, so dass sich ein schnelles Rennen entwickelte. Am Ende konnte sich Günther in seinem ersten 3000 m Wettkampf in 9:49,78 knapp vor Koch in 9:51,30 durchsetzen. In deren Sog verbesserte Kipp in 10:05,18 ihre alte Bestzeit gleich um 23 Sekunden. Malte Schnückel beendete seinen ersten 3000 m Lauf in 10:53,89. Als Dritte ihres Laufs kam Bonnie Andres in 11:28,26 ins Ziel. Noch nicht ganz wieder der Alte ist Manfred Ostendorf der 12:30,30 benötigte. Er kam einen Platz vor Jürgen Jeske in 12:59,03 ins Ziel.

 

Bonnie Andres läuft auf Bronzeplatz

 

Ein überaus couragiertes Rennen lief Bonnie Andres bei den Jugendlandesmeisterschaften in Celle über 800 m und wurde in 2:22.85 verdiente Dritte. Im schnelleren der zwei Zeitläufe setzte sie sich schnell an die zweite Stelle hinter der überlegen führenden Jana Schlüsche (2:18.57) vom FSV Sarstedt. Rund sechshundert Meter führte sie das Feld der Verfolgerinnen an, bevor die Bremerin Anna Kremming (2:22.24) im Endspurt den längeren Atem bewies und die VfLerin auf den dritten Platz verwies.

 

Ebenfalls 600 gute Meter absolvierte Dominic Ellwardt in seinem Rennen über 800 m. Bis 200 m vor dem Ziel war er auf bestem Wege zu einer neuen persönlichen Bestzeit. Doch am Ende konnte er das angeschlagene Tempo nicht mehr halten und kam als letzter seines Laufs in 2:17.55 ins Ziel. In der Gesamtwertung lief er auf Platz 18. Einen Tag später wurde er sechster über 3000 m in 10:33,93. Knapp an einem Podiumsplatz vorbei lief Neele Harms über die gleiche Distanz. In 11:21,65 fehlten ihr am Ende gerademal fünf Sekunden für die Bronzemedaille.

 

Jakob Günther holt sich erneut Sieg in Wardenburg

 

Wie schon in den Jahren zuvor ging auch in diesem Jahr der Sieg über die 5 km beim Wardenburger Sommerlauf an einen Läufer aus Oldenburg. Nachdem Jakob Günther (VfL Oldenburg) 2014 verletzungsbedingt nicht an den Start gehen konnte wiederholte er am vergangenen Sonntag seinen Sieg aus dem Jahr 2013 und war dabei in 16:52 Min. vier Sekunden schneller als bei seinem letzten Sieg. Ein weiteres Indiz dafür, dass er sich von seiner schweren Verletzung vollends erholt hat. Lief er vor zwei Jahren relativ ungefährdet zum Sieg wurde es ihm diesmal deutlich schwerer gemacht. „Das war heute ein hartes Stück Arbeit. Bis Kilometer Drei lag ich auch nur auf dem dritten Platz hinter Jesse (Hinrichs) und Andre (Dehousl). Aber die hatten am Anfang wohl ein wenig überzogen, so dass ich vorbeigehen konnte“, erzählte der glückliche Sieger nach dem Lauf. Am Ende hatte er auf der nicht einfach zu laufenden Strecke einen Vorsprung von acht Sekunden auf Jesse Hinrichs von den Bären herausgelaufen. Als drittschnellster Oldenburger kam auf Platz 6 mit David Wenzel (18:50) ein weiterer VfLer ins Ziel. Dessen Vater Markus absolvierte die 5 km in 27:18 und wurde 6. in seiner AK (M55). Platz Zwei in der M70 belegte Bernhard Sager in 35:14.

 

In derselben AK siegte Hermann Karl Harms über 10 km in der Zeit von 50:55.

 

Spelmeyer kratzt an 52 Sekunden-Grenze

 

Der bisherige Verlauf der Saison 2015 dürfte Ruth Spelmeyer wie ein einziger Traum vorkommen. Nach Platz drei bei der Wahl zu Niedersachsens Sportlerin des Jahres folgten zum wiederholten Mal der Gewinn der Wahlen zu Niedersachsens Leichtathletin und Oldenburgs Sportlerin des Jahres. Zurück auf der Tartanbahn konnte sie sich über ihren ersten Deutschen Meistertitel in der Frauenklasse und die erstmalige Nominierung für einen Einzelstart bei einer internationalen Meisterschaft, der Halleneuropameisterschaft, freuen. Nach einem kurzen Schreckmoment, als sie sich im Mai beim Training verletzte, meldete sie sich Anfang Juni beim Sportfest in Regensburg mit neuer Bestzeit zurück. Es folgten Starts über 400 m und 4x400 m bei den Mannschaftseuropameisterschaften in Russland die mit dem Gewinn der Silbermedaille belohnt wurden.

 

In dieser Woche stand dann mit der Universiade in Gwangiu (Südkorea) ihr bisher größter internationaler Sportevent auf dem Programm. Drei 400m-Rennen in drei Tagen stellten die VfLerin vor eine Herausforderung der besonderen Art, die sie mit Bravour meisterte. Nach 53.14 im Vorlauf und 52.78 im Halbfinale stürmte sie im Finale mit hervorragenden 52.04 auf Platz vier in dem internationalen, starken Feld. Dies bedeutete eine Verbesserung ihrer gerademal sechs Wochen alten Bestzeit um 54/100. Damit ist sie ihrem großem Ziel, einer Olympiateilnahme in Rio, ein großes Stück näher gerückt.

Scholl und Jung laufen in Zittau zu Höchstform auf

 

Optimaler kann eine Saison kaum laufen als wenn Athleten exakt beim Saisonhöhepunkt ihre Höchstleistung abrufen können. So geschehen durch Kathrin Scholl und Wolfgang Jung bei den Deutschen Senioren Meisterschaften an diesem Wochenende in Zittau.

 

Etwas unsicher ob ihrer Leistungsfähigkeit war Kathrin Scholl nach Zittau gereist. Ihre bisherige Jahresbestleistung von 65.70 die sie in Sulingen gelaufen war entsprach nicht ganz ihren Erwartungen. Berufsbedingt konnte sie in diesem Jahr nicht so gut trainieren wie in den Jahren zuvor. Von daher war sie auch nicht als Favoritin in die Oberlausitz gekommen und hatte gehofft sich an die favorisierte Dresdnerin Mandy Junghans hängen zu können um in deren Sog eine gute Zeit zu laufen. So konnte sie vor dem Start ihre Enttäuschung auch nicht verbergen als diese dann verletzungsbedingt nicht an den Start gehen. „Ich hatte gehofft gegen starke Konkurrenz heute eine gute Zeit laufen zu können. Ein Titel in einer schlechten Zeit ist doch auch nichts“, schüttelte die unversehens in die Favoritenrolle gerückte Oldenburgerin vor dem Start den Kopf. Eine Einstellung die nicht nur der späteren Zweiten Nina Wimmer aus Neuss Respekt abnötigten. Hatten doch bei dieser Meisterschaft schon andere Aktive, die sportlich unterlegen waren, sich mittels Protest aufgrund eines Formfehlers ihre Medaillen erstritten. Schneller als erwartet ging die Neusserin ihr Rennen an, so dass Scholl bis 200 m die Konkurrentin, die auf der Bahn vor ihr gestartet war, vor sich sehen konnte und die erste Hälfte des Rennens in schnellen 31 Sekunden anging. Erst auf den letzten 50 m Metern konnte sie das Tempo nicht mehr halten und kämpfte sich mit schweren Beinen ins Ziel. Dort wurde sie nicht nur mit ihrem ersten Deutschen Meistertitel in der Leichtathletik sondern auch mit ihrer viertschnellsten je gelaufenen Zeit von 1:03,95 belohnt. „Am Ende hatte ich schon ziemlich wackelige Knie“, erzählt sie nach dem Rennen. Im Ziel erfuhr sie dann auch noch von ihrer Konkurrentin, dass diese die ersten 200 m bewußt zu schnell angegangen war um ihr eine gute Zeit zu ermöglichen. Die konnte sich nach einiger Zeit dann auch über ihren Titel freuen und ist nun neben Ruth Spelmeyer die mittlerweile zweite amtierende Deutsche Meisterin des VfL über die Stadionrunde. Zudem gehört sie zu dem erlesenen Kreis der Sportler die es geschafft haben in zwei unterschiedlichen Sportarten den Titel zu gewinnen.

 

Am Tag danach bekam sie dann die erwünschte Konkurrenz. Über 200 m galt sie nicht unbedingt als Medaillenkandidatin denn selbst ihre deutlich bessere Vorjahresleistung lag noch weit über den Qualifikationszeiten der Konkurrenz. Als sie dann auch noch mit einem Stolperschritt aus dem Block kam deutete nichts darauf hin, dass sie heute ihre zweitschnellste Zeit aller Zeiten laufen würde. Aber sie bewies, dass sie ihren Kampfgeist aus Handballtagen noch immer nicht verloren hat. Mit einem Kraftakt kämpfte sie sich an die Drittplatzierte heran und beendete das Rennen in neuer AK-Bestzeit von 28.31 als Drittplatzierte. „Damit hätte ich nicht gerechnet“, strahlte sie nach dem Rennen.

 

Bereits am Freitag Morgen musste Wolfgang Jung als erster der vier Sportler des VfL Oldenburg an den Start. Als achtschnellster Läufer des Vorlaufs qualifizierte er sich über die Zeit fürs Finale das bereits eine Stunde später angesetzt war. Hatte er bereits im Vorlauf in 14,25 seine Bestzeit eingestellt, konnte er im Finale noch einen draufsetzen und seine Zeit um eine Hundertstel auf 14,24 verbessern. „Eigentlich haben sich nach der kurzen Pause meine Beine gar nicht so locker angefühlt“, erzählte Jung im Ziel. Am Ende bedeutete dies Platz Acht für ihn. Dieselbe Platzierung konnte er dann zwei Tage später auch über die 200 m erzielen. Und erneut in neuer Bestzeit. So schnell wie selten zuvor kam er diesmal aus den Startblöcken und lief in 29,14 als Dritter seines Laufes über die Ziellinie. Dies bedeutete eine Verbesserung seiner Bestzeit um 25/100.

 

Ein hartes Programm mutete sich Peter Fuchs am Samstag zu. Nachdem er bereits am Vormittag mit seiner zweitbesten Zeit von 55,37 auf Platz Fünf über 300 m Hürden gelaufen war ging er nur sieben Stunden später auch noch über die 400 m an den Start. Seine 70,88 reichten für einen zwölften Platz und lagen nur knapp eine Sekunde über seiner Bestzeit, aber immer noch schneller als im Vorjahr.

 

Der „Minimalist“ unter den vier VfLern war Bernd Teuber mit nur einem Start. Über 400 m mit der langsamsten gemeldeten Zeit hatte er nichts zu verlieren. Nach einem durchwachsenen Start und einer Schwächephase nach 250 m kam er als letzter aus der zweiten Kurve konnte sich aber durch einen harten Endspurt bis zum Ziel noch um zwei Plätze vorarbeiten, so dass er am Ende in 61.17 auf Platz Dreizehn landete. „Der Verlauf des Rennens war fast eine 1:1 Kopie des Rennens in Jüterborg. Nur die Zeit war um 1/100 schneller“, zeigte er sich nicht ganz zufrieden mit seiner Zeit. „Allerdings habe ich auch wieder gezeigt, dass ich auf den letzten Metern kämpfen kann“.

 

Insgesamt zeigten sich alle VfLer mehr als zufrieden mit diesem Wochenende in Zittau, welches absolut top von Wolfgang Jung und Peter Fuchs organisier worden war.

 

VfLer erfolgreich auf Bahn und Straße

 

Erfolgreich verliefen die letzten Wochen für die VfL Leichtathleten. Beim Hasetal Marathon in Löningen lief Paula Böttcher bei teilweise schwierigen Windverhältnissen in 41:14 auf den zweiten Platz. Nur eine Woche später konnte sie beim craft Womens Run in Hamburg einen Doppelsieg feiern. In 31:42 gewann sie mit einem Vorsprung von 48 Sekunden die Gesamtwertung über 8 km und gemeinsam mit ihrer Mutter die Mannschaftswertung.

 

Über einen Sieg in der Mannschaftswertung konnte sich drei Tage später auch Kathrin Scholl beim B2RUN in Bremen mit ihrem Team freuen. Dadurch hat sie sich gemeinsam mit ihren Mannschaftskolleginnen für das Bundesfinale dieser Firmenlaufserie im September in Berlin qualifiziert. Hatte sie sich diesmal schon über den Zieleinlauf im Weserstadion gefreut, erwartet sie in Berlin der Einlauf im imposanten Olympiastadion. Bei den knapp 6,5 km lief sie als Zwölfte Frau ins Ziel.

 

Drei Altersklassensiege gab es für VfL-Athleten am vierten Abend der diesjährigen Sottrumer Sommerlaufserie. Über 800 m gewann Bernhard Sager die M70 in 4:21,2, während Peter Fuchs (M60 / 5:47,7) und Jost Schütte (M70 / 8:04,8) ihrer Altersklassen über 1500 m gewannen.

 

Böttcher und Wenzel schnellste über 6 km

 

Trotz gleichzeitig stattfindender Landesmeisterschaft konnte der VfL bei seinem eigenen Staffellauf drei Staffeln über 3x 6 km an den Start bringen. Diese waren trotz einiger kurzfristiger Absagen durchaus erfolgreich unterwegs. Zwar reichte es nicht für den Gesamtsieg, aber sowohl bei den Frauen wie auch den Männern stellte der VfL mit Paula Böttcher (25:22) und David Wenzel (23:47) die schnellsten Starter über 6 km. Böttcher, die am Vortag bereits den craft Womens Run in Hamburg gewonnen hatte, war am Ende drei Minuten schneller als Teamkollegin Helene Beyer(28:26). Auch die drittschnellste Frau Martje Hendrikse (Team Auditory Valley 18, 29:23), die für ihren Arbeitgeber an den Start gegangen war, ist normalerweise im VfL-Trikot unterwegs. Zwei Sekunden langsamer war Leslie Andres unterwegs, so dass auch Platz vier an den VfL ging. Folgerichtig liefen die VfL-Frauen (1:23:13) auf Platz zwei in der Gesamtwertung hinter der Männerstaffel des TSV Großenkneten (1:15:28). Auf den dritten Platz lief die Charity-Staffel Team PLAY HANDBALL ZA (1:24:33) mit VfLer Bernd Teuber (30:07) als Startläufer und den Marathon des Sables-Finishern Michael Groth und Manfred Siebert-Diering. Gerademal drei Sekunden dahinter kam die zweite Staffel des VfL mit Helmut Fuchs, Stefan Behrens und David Wenzel ins Ziel. Wenzel, schnellster Läufer des Tages, nahm es mit Humor. „Ich wollte das Zielfoto nicht verhunzen. War ja für einen guten Zweck“.

 

Drittschnellster Läufer war in 25:02 Dominic Ellwardt, der als Schlussläufer die dritte VfL-Staffel (1:26:45) auf Platz sechs lief. Die Vorarbeit hatten Malte Schnückel (27:33) und Andre Möhlenkamp (34:10) geleistet.

 

Erster Einzeltitel für Michelle Kipp auf Landesebene


Drei Landesmeistertitel hatte Michelle Kipp in der Vergangenheit bereits mit der Mannschaft des VfL Oldenburg geholt, nun ist auch der heißersehnte Einzeltitel da. Am Samstag bei den LM in Verden konnte die Konkurrenz mal gerade anderthalb Runden mithalten bevor sie sich absetzte und bei subtropischen Temperaturen in 18:08 Min zum Titel lief. Einen Tag später lief sie über 1500 m in 4:53,44 als Achte ihre drittschnellste Zeit auf dieser Distanz.

 

Weniger gut lief es für Bonnie Andres über 3000m. Noch geschwächt durch eine Erkältung hatte sie sichtlich mehr Probleme mit der drückenden Luft als ihre Konkurrentinnen und wurde in 12:06 Min. ebenfalls Achte.

 

Nach dem verletzungsbedingtem Ausfall von Niels Kaun war Adham Hess einziger VfL-Starter über 100m. Als Zweiter seines Vorlaufs hatte er ein wenig Pech. Mit 1,14 m Gegenwind hatte er den Lauf mit den schlechtesten Windbedingungen erwischt und verpasste in 11,30 das Finale um gerademal 1/100.

 

Grund zur Freude hat einmal mehr in dieser Saison Daniel Wendel über 400 m. Erneut konnte er seine Bestzeit auf nun 51,06 verbessern. Zwei Plätze dahinter kam Konstantin Merkel in 52,07 ins Ziel. Am Ende landeten die beiden VfLer auf den Plätzen 8 und 11.

 

Unglücklich verlief die Meisterschaft für Neele und Swantje Harms. Da ihre Stellplatzkarten über 800 m eine halbe Stunde zu spät abgegeben wurden hätten sie nur noch außer der Wertung starten dürfen, worauf sie beide verzichteten. Enttäuscht sagte Neele dann auch die 1500 m für den folgenden Tag ab.

 

Es ist fraglich ob die Verantwortlichen mit solchen Prinzipienreitereien der Leichtathletik einen Gefallen tun, zumal die beiden Athletinnen unschuldig an der Situation waren. Bei den kleinen Teilnehmerfeldern die es in manchem Disziplinen gibt sollte man nicht noch die wenigen vergraulen die an den Start gehen. Da beide außerhalb der Meisterschaftswertung an den Start hätten gehen können wäre wohl offensichtlich nicht mal mehr der Ablauf dadurch gestört worden wenn sie in die Wertung gekommen wären.