--------------------------------------------------------------------------------------------------------

Juni

--------------------------------------------------------------------------------------------------------

Deutschland mit Ruth Spelmeyer Vize-Europameister in Russland

 

Überaus erfolgreich verlief die Team-Europameisterschaft in Russland für VfLerin Ruth Spelmeyer und das Deutsche Nationalteam. Nach dem Titel im Vorjahr konnte sich das Team in diesem Jahr über die Vizemeisterschaft freuen. Mit zwei fünften Plätzen sammelte die Oldenburgerin wichtige Punkte für ihr Team. Im Einzelrennen über 400 m verpasste sie in 52.61 Sek. ihre persönliche Bestleistung nur um 3/100 und bestätigte ihre momentane gute Form. Als Startläuferin über 4x 400 m wechselte sie als Dritte und konnte sich am Ende mit ihren Staffelkolleginnen über den fünften Platz freuen.

 

 Wechselbad der Gefühle für Michelle Kipp in Göttingen

 

Freud und Leid lagen für Michelle Kipp bei den Norddeutschen Meisterschaften in Göttingen eng zusammen. Nachdem sie über 5000 m ihr Ziel deutlich verfehlte konnte sie sich einen Tag später im 1500 m Rennen über eine neue Bestzeit freuen. Nach 2000 m sah es noch ganz danach aus als ob an diesem Tage eine Zeit um 17:15 Minuten möglich wäre, was die Norm für die DM in Nürnberg bedeutet hätte. Aber in den folgenden Runden verließen die 25jährige die Kräfte und sie musste das Tempo deutlich reduzieren, so dass sie am Ende in 18:01,24 als Vierte ins Ziel kam. Deutlich besser lief es da schon für sie am nächsten Tag über die 1500 m. Musste sie am Vortag noch das Rennen alleine bestreiten fand sie sich diesmal in einer Vierergruppe wieder, was es deutlich einfacher für sie machte das Tempo zu halten und in 4:44,44 Min. eine neue Bestzeit zu erzielen. Sechs Sekunden schneller als bei ihrer alten Bestleistungen. Dies reichte zum achten Platz, drei Plätze vor Neele Harms die 5:16 Min. benötigte.

 

Eine erneute Bestzeit konnte Bonnie Andres über 800 m in 2:22,41 erzielen und das obwohl sie sichtbar die 300 m vom Donnerstag noch in den Beinen hatte. „Sie wirkte heute vom Laufstil her ungewohnt schwerfällig umso höher ist die Zeit zu bewerten“, konnte Jürgen Wegner beobachten.

 

Einen guten Wettkampf lieferte auch Niels Kaun über 100 und 200 m ab. Nach persönlicher Jahresbestleistung von 11,25 Sek. im Vorlauf verpasste er diese Zeit im Zwischenlauf in 11,27 nur knapp. Über 200 m schaffte er das Kunststück gleich zweimal exakt 22,90 zu laufen.

 

Nachdem er jahrelang vergeblich versucht hatte die 400 m unter 52 Sekunden zu laufen schaffte es Daniel Wendel in 51,80 nun bereits zum dritten Mal in diesem Jahr diese Grenze zu unterbieten.

 

Witterungsbedingungen verhindern schnelle Sprintzeiten in Delmenhorst

 

Während die Witterungsbedingungen für Langstreckler beim Abendsportfest in Delmenhorst nahezu ideal waren, verhinderten Temperaturen um 13°C schnellere Sprintzeiten. Gleich neun VfLer gingen über 200 m an den Start. Schnellster Sprinter an diesem Tag war Konstantin Merkel der seinen Lauf in 23,90 vor Andre Möllenkamp (25,47) und Bernd Teuber (27,22) gewinnen konnte. Im Lauf zuvor hatten Jürgen Jeske (29,61), Peter Fuchs (31,33) und Jost Schütte (45,16) die Plätze zwei bis vier belegt. Ihre Kämpferqualitäten stellte einmal mehr Kathrin Scholl (29,00) unter Beweis. War ihre Konkurrentin ausgangs der Kurve noch an ihr vorbeigezogen, konnte sie noch einmal kontern und ihren Lauf für sich entscheiden. Maartje Hendrikse hatte zuvor in 29,37 ihre Bestzeit um gerademal 3/100 verpasst und dabei Vereinskollegin Michelle Kipp (30,47) auf den dritten Platz verwiesen.

 

Ihren allerersten 300 m Lauf absolvierte Bonnie Andres. Nach furioser Aufholjagd fehlten ihr am Ende in 44,28 gerademal 5/100 zum Sieg. Ein packendes Duell lieferten sich Neele und Swantje Harms über 800 m. Nachdem Neele 500 m lang das Feld von vorne anführte ging Swantje auf der Gegengerade an ihrer Schwester vorbei. Diese gab sich aber nicht so schnell geschlagen und konnte kontern. Auf der Zielgerade war es aber Swantje (2:30,00) die die größeren Reserven hatte und ihre Schwester (2:30,56) knapp auf den zweiten Platz verwies. Schnellster seiner AK über 800 m war Dominic Ellwardt in 2:17,84.

 

Im Weitsprung waren drei VfLer am Start. Einziger 6 m Springer war nicht unerwartet Hans Jürgen Lay mit 6,21 m. So ganz war er allerdings nicht mit seiner Weite zufrieden, hatte er doch im Vorjahr mit ziemlicher Regelmäßigkeit Weiten um 6,40 m abgeliefert. Etwas Pech hatte Pierre Wirth, zwar sprang er in seinem letzten Versuch mit 5,08 m eine neue persönliche Bestleistung, aber am Ende fehlten ihm gerademal zwei Zentimeter um sich für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Peter Fuchs sprang mit 4,33 m so weit wie schon seit langem nicht mehr und konnte von daher gut damit leben, dass er die Norm um sieben Zentimeter verpasste.

 

Im Hochsprung Wettbewerb der Frauen überquerten Kathrin Scholl und Michelle Kipp 1,30 m bzw. 1,35 m. Scholl warf zudem den Speer auf 27,60 m.

 

Zum Abschluss traten VfLer und VfLerinnen in einer 4x 100 m Staffel gegeneinander an. Hier behielt die M50-Staffel, in der Besetzung Jürgen Jeske, Pierre Wirth, Peter Fuchs und Bernd Teuber, in 54:01 knapp die Oberhand vor der Frauenstaffel mit Swantje Harms, Maartje Hendrikse, Michelle Kipp und Bonnie Andres (55,83). Für die M50er bedeutete die Zeit zwar neue Jahresbestleistung, aber für die DM-Norm reichte es auch diesmal nicht.

 

„Unter den Bedingungen können wir insgesamt mehr als zufrieden sein“, so Jürgen Wegner.

 

Bernd Teuber läuft beim Staffellauf für PLAY HANDBALL ZA

 

Für dieses Jahr hat sich das Team PLAY HANDBALL ZA beim VfL-Staffellauf angemeldet. Hier laufen die beiden Marathon des Sables Finisher Michael Groth und Manfred Siebert-Diering gemeinsam mit Bernd Teuber (Pressesprecher Förderverein PLAY HANDBALL ZA) die 3x 6 km, um auf das soziale Handballprojekt der Ex-VfL-Spielerin Nicola Scholl in Südafrika aufmerksam zu machen.

VfL-Staffellauf und LSF Oldenburg – Eine grün-orange Erfolgsgeschichte

 

Bereits zum 22.Mal findet am 5. Juli im Oldenburger Marschweg Stadion der VfL Staffellauf statt. Urtümlich als 5x 10 km Staffel für Vereins- und Betriebsmannschaften ins Leben gerufen, wurde das Angebot im Laufe der Jahre um eine 3x 6 km und 3x 10 km Staffel erweitert. Zu den prägenden Teilnehmern der letzten Jahre gehören sicherlich die Laufsportfreunde Oldenburg. Mit dem Team Laufrausch konkurrieren sie nicht nur auf der Wettkampfstrecke sondern regelmäßig auch um den Titel teilnehmerstärkster Verein. „Es gab schon einige spannende Rennen mit dramatischen Finals. Irre spannend war dabei das Rennen 2009, als wir uns den Sieg knapp vor Team Laufrausch holen konnten“, erinnert sich LSF-Vorsitzender Sascha Jänicke. Damals hatten die Laufrauschler mit gerademal 1/10 Sekunde das Nachsehen. Zwei Jahre später ging es im Kampf um Platz Zwei ähnlich spannend zwischen den beiden Teams zu und erneut hatten die LSFler das bessere Ende für sich. Diesmal betrug der Vorsprung fünf Sekunden. So sehr Sascha Jänicke sich auch über die Erfolge seiner Läufer freut, so kann er der Staffel auch durchaus noch andere positive Aspekte abgewinnen. „Die Siege werden auch gerne mitgenommen und gefeiert, aber das ist nur ein Teilaspekt! Der Staffellauf ist in erster Linie ein ganz besonderer Teamevent. Jeder ist für den anderen da, alle Leistungsgruppen vom LSF fühlen sich dort wohl. Bisher konnten wir jedes Jahr um die 25 Starter auflaufen lassen! Fünf Mal die 2000 Meter zu wiederholen fordert viel Disziplin und permanente Eigenmotivation, vor allem wenn man auf Zeit laufen will und dann nur gegen sich selbst laufen kann, da oft der sportliche Gegner nicht in Sicht ist. Jedes Team verfolgt seine eigenen Taktiken. Die einen bringen den Schnellsten zuerst, die anderen zuletzt. Daher zieht sich das Feld sehr weit auseinander. Man kann sich kaum an die Vordermänner "heransaugen", da keiner da ist! Vielleicht ist das auch der Grund, warum manch einer nach den eigenen flotten 10km später den Teamkammeraden begleitet um ihn zu Höchstleistungen zu puschen. Neben den sportlichen Aspekten ist vor allem der nette Tag innerhalb des eigenen Teams, aber auch mit den bekannten Gesichtern der Oldenburger Laufszene ein absolutes Highlight des Laufs! Aus all diesen Gründen mag ich diese Veranstaltung so gerne“, zeigt sich Jänicke begeistert von dieser in seiner Art einmaligen Laufveranstaltung im Oldenburger Laufkalender.

 

Erste DM-Medaille der Bahnsaison durch Andreas Ritzenhoff

 

Sechsundfünfzig Jahre nach dem VfLer Alex Lienemann war es Andreas Ritzenhoff, der die Nachfolge seines Vereinskollegen antrat und als erster Oldenburger Geher seit damals wieder an einer Meisterschaft teilnahm. Wie schon 1959 waren es Deutsche Meisterschaften. Diesmal die 5000 m Bahnmeisterschaften am vergangenen Samstag in Düsseldorf.

 

Bei tropischen Temperaturen im Rather Waldstadion kam Ritzenhoff gut in den Wettkampf. Vom Start weg hatte er Anschluss an eine Gruppe gefunden und absolvierte die ersten zwei Kilometer in 10:55 Min., was auf eine Endzeit von 27:30 hinausgelaufen wäre. „Ich habe innerhalb von einer Runde drei Verwarnungen bekommen und habe vorsichtshalber das Tempo reduziert um mich besser auf meine Technik konzentrieren zu können“, erklärt der Oldenburger warum er sich aus der Gruppe zurückfallen lassen musste. Am Ende reichte es in 28:25 nicht nur zu einer neuen Bestzeit sondern auch zu Platz drei.

 

Gehrichter leisten ihrer Sportart einen Bärendienst bei NDM in Jüterborg


Das sportliche Gehen gehört nicht gerade zu den boomenden Disziplinen innerhalb der Leichtathletik. Selten genug kommen Deutschlands Geher heutzutage noch in den Genuss gemeinsam mit den Athleten der anderen Disziplinen ihren Sport auszuüben. So gibt es z.B. im Rahmen der Deutschen Meisterschaften mittlerweile keine eigenen Geherwettbewerbe mehr. Stattdessen fanden diese separat in Düsseldorf statt. Da sollte man eigentlich meinen die Verantwortlichen würden die Gelegenheit nutzen und bei der NDM in Jüterborg Werbung für ihre Disziplin zu machen. Leider war das Gegenteil der Fall.

 

Schon das organisatorische Drumherum war einer Norddeutschen Meisterschaft nicht würdig. Keine Tafel zeigte den Sportlern an wieviel Runden sie noch zu gehen hatten, was selbst bei kleinen Dorfsportfesten mittlerweile gängiger Standard ist. Die Tafel die den Gehern anzeigen sollte ob und wie viele rote Karten sie bereits erhalten haben stand schlecht sichtbar auf dem Boden und wurde häufig vom Gehrichter, der Runden Zahlerin oder anderen Leuten, die sich aus welchem Grund auch immer in diesem Bereich aufhielten, verdeckt. Anträge auf rote Karten wurden von den Gehrichtern selbst quer über den Platz getragen um sie dem Obmann zu übergeben. Inclusive diesem waren gerademal vier Gehrichter im Einsatz.

 

Bereits früher am Tag beim Wettkampf der Frauen hatte es Beschwerden über die Leistungen der Gehrichter gegeben. So auch am Abend bei den Männern. Von einer geraden Linie bei den Entscheidungen konnte wahrlich keine Rede sein. Besonders deutlich wurde dies im direkten Vergleich zwischen Andreas Ritzenhoff (VfL Oldenburg) und dem späteren Sieger Robert Schneider (SC Potsdam). Vom Start weg setzte sich das Duo vom restlichen Feld ab und blieb fast das gesamte Rennen zusammen, was einen Vergleich des Gehstils der beiden Kontrahenten einfach machte. Während Ritzenhoff zweimal Gelb und dreimal Rot sah, was zur Disqualifikation zwanzig Meter vor dem Ziel führte, kam Schneider komplett ohne Verwarnung über die Runden. Sehr zur Verwunderung nicht nur von Ritzenhoff. Gehrichter Joachim Bauer, der selbst am Wettkampf teilgenommen hatte und nach zwei roten Karten kopfschüttelnd aufgegeben hatte, konnte die Disqualifikation Ritzenhoffs nicht nachvollziehen. „Ich habe Andreas über mehrere Runden beobachtet und konnte nichts entdecken was eine Disqualifikation rechtfertigen würde“. Überrascht waren auch die Zuschauer die eher den Potsdamer als den Oldenburger als Kandidaten für eine Rote Karte gesehen hatten, da dieser den deutlich unsaubereren Gehstil hatte und nur andeutungsweise eine Kniestreckung hinbekam, was auch videoaufnahmen belegen. Die Tatsache, dass er außer Konkurrenz am Start war entschuldigt nicht die unterschiedliche Strenge mit der die Gehrichter die Regeln auslegten. Die Tatsache, dass der VfLer zwanzig Meter vor dem Ziel aus dem Rennen genommen wurde zeugt von wenig Fingerspitzengefühl von Seiten des Obmanns. „Da ich die Tafel nicht sehen konnte war mir nicht bewusst, dass ich schon eine rote Karte bekommen hatte als ich in die letzte Runde ging. Als dann zwanzig Meter vor dem Ziel die Disqualifikation kam, war ich wie vor den Kopf geschlagen. Und dann sagt mir der Kerl auch noch er wollte mir das nicht antuen, mir direkt nach dem Zieleinlauf die Karte zu zeigen. Dann hätte ich wenigstens eine Zeit gehabt, schließlich war ich auf Bestzeitenkurs“, erzählte Ritzenhoff nach dem er sich wieder einigermaßen gefangen hatte. Auch Bauer konnte nur den Kopf über seine Kollegen schütteln. „Das macht man einfach nicht, jemanden so spät noch aus dem Rennen zu nehmen“. Als er dann zum Obmann ging um zu erfahren warum er disqualifiziert worden ist, wollte dieser ihm erst keine Antwort geben. So weiß er auch nicht genau zu welchem Zeitpunkt er die roten Karten bekommen hat. Voraussichtlich eine in der drittletzten und zwei in der vorletzten Runde. „Ich habe während des Rennens auch nur zwei Verwarnungen bekommen. Einmal wegen Kniestreckung und das andere Mal wegen fehlenden Bodenkontakts. Beides Mal vom gleichen Gehrichter. Da haben mir die anderen die Rote Karte gezeigt ohne vorherige Verwarnung, so dass ich nicht mal die Chance hatte was zu ändern. Das ist schon ziemlich unfair und sehr enttäuschend. Da frage ich mich natürlich ob ich mir das weiterhin antuen soll und stundenlang zu Wettkämpfen zu fahren um dann aufgrund einer Disqualifikation das Rennen nicht beenden zu können“, hatte er keinerlei Verständnis für das Verhalten der Gehrichter. So ging es auch anderen Athleten die Zeugen dieses Geschehens wurden. „Da bringt man seine Leistung und ist dann der Willkür irgendwelcher Kampfrichter ausgesetzt. Da höre ich lieber mit der Leichtathletik auf bevor ich auf diese Disziplin umsattle“, äußerte sich einer der zuschauenden Sportler. Ähnliche Kommentare kamen auch von mehreren anderen Athleten. An diesem Abend hat der Gehsport, den Gehrichtern sei Dank, sicherlich keine neuen Freunde gefunden. Schade eigentlich, dass diese Chance so fahrlässig verschenkt wurde.

 

Bei all dem Ärger traten die Erfolge zweier anderer VfLer fast schon in den Hintergrund. Als erstes war Hans Jürgen Lay an den Start gegangen. Gleich mit seinem ersten Versuch zeigte er der Konkurrenz wo der Hammer hing. Seine 6,47 m sollten die weiteste Weite an diesem Tag bleiben. Da nur vier Springer an den Start gegangen waren, musste Lay seine sechs Versuche innerhalb von vierundzwanzig Minuten absolvieren, was am Ende deutlich an seinen Kräften zehrte, so dass auch er sich nicht mehr steigern konnte.

 

Über 400 m musste sich Bernd Teuber mit niemand geringerem als Roland Gröger, dem Hallenweltrekord über diese Distanz, auseinandersetzen. Von daher konzentrierte er sich von vorneherein auf den Vizemeistertitel der durchaus im Bereich des Möglichen lag. Als Burghardt Funk ausgangs der zweiten Kurve am Oldenburger vorbeizog und schnell einen Vorsprung von zehn Metern herausgelaufen hatte sah es ganz danach aus als ob sich der VfLer mit dem dritten Platz zufrieden geben müsste. Aber dieser war fest entschlossen Vizemeister zu werden und konnte mit einem harten Schlussspurt auf den letzten Metern seinen Konkurrenten noch abfangen. In 61,18 Sek. hatte er am Ende einen hauchdünnen Vorsprung von 3/100 auf den Bronzeplatz. „Ich habe mich gefragt, was ist denn da an mir vorbei gepflogen“, erzählte Burkhardt nach dem Rennen wie er die letzten Meter des Laufs erlebt hat.

 

Michelle Kipp pulverisiert eigene Bestmarke

 

Das Michelle Kipp eine neue Bestzeit aufstellt ist durchaus nichts ungewöhnliches, aber das sie ihre eigene Bestmarke gleich um 68 Sekunden steigert geschieht auch nicht alle Tage. Gelungen ist ihr dies am vergangenen Dienstagabend beim Abendsportfest in Delmenhorst als sie ihre 10.000 m Bestzeit auf 36:41 schraubte. Hierbei profitierte sie vom gleichmäßigen Lauftempo des Hamburger Alex Kalnov, der das Rennen in 36:31 für sich entscheiden konnte. Sieben Kilometer lang konnte sie sich an seine Fersen heften, bevor sie etwas abreißen lassen musste. Weniger glücklich verlief das Rennen für Katharina Voigt, die nach der Hälfte verletzungsbedingt aufgeben musste.

 

Begonnen hatte der Abend für Kipp allerdings etwas weniger erfreulich. Gemeinsam mit Maartje Hendrikse war sie über 100 m an den Start gegangen. Soweit so gut, aber nach dem Zieleinlauf herrschte etwas Verwirrung was die gelaufenen Zeiten betraf. So wurden den Läuferinnen im Ziel zwei vollkommen unterschiedliche Zeiten genannten, so dass auch noch lange Zeit später Unsicherheit darüber herrschte ob die Zeiten von Hendrikse (14,51) und Kipp (14,94) wirklich stimmen. Dies und ein Fehlstart in ihrem Lauf führten dazu, dass sich der Start im Lauf von Kathrin Scholl weit nach hinten verschob. Als der Startschuss dann endlich fiel waren die ausgekühlten Sportlerinnen vor allem darauf bedacht sich nicht zu verletzen. Kein Wunder, dass Scholl mit ihrer Zeit von 14,47 nicht unbedingt zufrieden war.

 

Dasselbe galt auch für die männlichen Sprinter des VfL. Sowohl Konstantin Merkel (12,29 / 54,12) als auch Andre Möllenkamp (12,48 / 61,77) blieben über 100 bzw. 400 m unter ihren Möglichkeiten. Bernd Teuber (13,78) dürfte wie auch Scholl den 400 m Lauf vom Sonntag noch in den Knochen gehabt haben. Insgesamt gesehen kein Abend für Sprinter. Einzig Maartje Hendrikse durfte sich über 400 m (65,87) erneut über eine neue Bestzeit freuen. Allerdings blieb bei Hendrikse, die ihren Lauf gewinnen konnte, die Uhr beim Überschreiten der Ziellinie bei exakt 66 Sekunden stehen. Dass die Zeiten im Nachhinein ein wenig korrigiert werden ist normal, aber gleich um 13/100 das ist dann doch sehr ungewöhnlich. Zuvor hatte bereits Neele Harms (64,88) ihren Ausflug auf die 400 m als Siegerin erfolgreich beenden können. Ihre Schwester Swantje lief die 1500 m in 5:31,27.

 

Wenig glücklich verliefen auch die Wurfdisziplinen für die VfLer. Mit der Kugel kam Bernd Teuber auf 7,52 m und Kathrin Scholl stieß ihr Sportgerät exakt zwei Meter weiter. Einzig ihre 22,24 m mit dem Diskus konnten sie an diesem Abend zufriedenstellen. Anders als bei Klaus Sprenger der mit seinen 27,35 m deutlich hinter seinen Erwartungen zurückblieb. Dagegen schaffte er im Hochsprung mit übersprungenen 1,20 m exakt die Norm für die Deutschen Meisterschaften.

 

Andres und Böttcher überzeugen beim Brunnenlauf

 

Eine mehr als überzeugende Vorstellung lieferten Bonnie Andres und Paula Böttcher beim Brunnenlauf im Eversten Holz ab. Für die 6,3 km beim Firmen-Schnupperlauf benötigte Andres (1. WJU16) 25:33 Minuten, was einen Kilometerschnitt von 4:02 Min. bedeutet. So ist es nur noch eine Frage der Zeit bis zum Erreichen ihres Saisonziels, erstmals die 5 km unter zwanzig Minuten zu laufen. Mit ihrer Zeit wurde sie im Eversten Holz zweite Frau hinter Siegerin Nicola Albrecht, die 45 Sekunden schneller unterwegs war.

 

Steil nach oben zeigt derzeit die Formkurve von Paula Böttcher(1. W23). Hatte sie Anfang der Saison nach darum kämpfen müssen über 10 km unter 42 Minuten zu bleiben verbesserte sie am Sonntag ihre Jahresbestleistung gleich um 70 Sekunden auf 40:34. Dies bedeutete Platz Zwei hinter der Engländerin Holly Page die 39:04 benötigte.

 

Zwei weitere AK-Siege über 10 km gab es durch Jost Schütte (M70, 1:09:16) und Hermann Karl Harms (M75, 51:10). Zwei Plätze hinter Schütte platzierte sich Bernhard Sager in 1:17:33. Franz Skutella wurde Zehnter in der M60 in 55:58.

 

Erfolgreiches Wochenende in Sulingen für Senioren des VfL

 

Mit zahlreichen guten Leistungen, sechs Titeln und insgesamt achtzehn Medaillen im Gepäck kehrten die Senioren des VfL Oldenburg von den Landesmeisterschaften in Sulingen zurück an die Hunte. Fleißigster Medaillensammler war dabei Hans Jürgen Lay (M30) bei seinen ersten Seniorenmeisterschaften. Gleich in seiner ersten Disziplin, dem von ihm wenig geliebten 200m-Lauf, konnte er ein erstes Erfolgserlebnis einfahren. Sein Ziel unter 25 Sekunden zu bleiben erreichte er in 24,78 deutlich und sicherte sich damit Platz Drei. Gerademal 44 cm fehlten ihm dann beim Speerwerfen (40,34 m) zu seinem ersten Landesmeistertitel in der Seniorenklasse. Den holte er sich dann am zweiten Tag gleich in doppelter Ausführung. Sowohl über 100 m (11,81) und im Weitsprung (6,49) konnte er sich im Vergleich zur Vorwoche deutlich steigern und den Titel einfahren.

 

Mit fünf Starts hatte sich Pierre Wirth (M50) das größte Programm aller VfLer aufgeladen. Am Ende konnte er sich über je zwei Vizemeisterschaften (Weitsprung: 4,88 / 4x 100 m) und vierte Plätze (Dreisprung: 9,89 / 100 m: 13,10) sowie einen sechsten Platz über 200 m (27,41) freuen. Über 200 m lieferte er sich einen packenden Zweikampf mit Teamkollege Bernd Teuber (M50), den dieser in 27,04 für sich entscheiden konnte. Als Sieger dieses Zeitlaufs kam Teuber am Ende auf den vierten Platz. Dieselbe Platzierung erzielte er in 60,79 über die 400 m, was gleichzeitig die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften bedeutete.

 

Seinen zweiten Landesmeistertitel überhaupt holte sich Jürgen Jeske (M55) mit 4,48 m im Weitsprung. Gleich drei seiner Sprünge hätten zum Sieg gereicht. Zuvor war er bereits über 100 m (14,14) auf den Bronzeplatz und über 200 m (30,04) auf Platz Sieben gelaufen.

 

Vier Podiumsplatzierungen bei vier Starts, so sieht die Erfolgsbilanz von Peter Fuchs (M60) aus. Zudem konnte er als Dritter über 800 m in 2:41,10 die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften knacken. Nun hat er die Qual der Wahl zwischen 300m Hürden, 400 m und 800 m. Über 400 m lief er in 70,61 auf den zweiten Platz und sprang im Dreisprung mit 8,48 m auf Platz Drei. Gemeinsam mit Jürgen Jeske, Pierre Wirth und Bernd Teuber konnte er sich in der 4x 100 m Staffel (54,79) über die Vizemeisterschaft freuen.

 

Wenig glücklich zeigte sich Johann Arends mit seiner Präsentation in Sulingen. Hatte er noch am Samstag gleich mit dem ersten Versuch im Speerwerfen mit 37,85 m die Qualifikationsnorm geknackt und wurde dafür mit Platz Drei belohnt, lief am Sonntag nicht mehr so viel bei ihm zusammen. Sowohl mit der Kugel (8,98) und dem Diskus (30,53) blieb er deutlich unter seinen Möglichkeiten.

 

In welch glänzender Form er sich zurzeit befindet bewies einmal mehr Wolfgang Jung (M65). Über 100 (14,25) als auch über 200 m (29,39) lief er persönliche Bestzeit und erreichte damit die Plätze drei und vier. Mit beiden Zeiten konnte er sich für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren. Dies gelang ihm in 74,95 zwar nicht über 400 m, dafür konnte er sich hier aber über die Vizemeisterschaft freuen.

 

Ein erfolgreiches Comeback lieferte Manfred Ostendorf (M70) über 1500 m ab. In seinem ersten Rennen in diesem Jahr sicherte er sich in 5:55,18 unangefochten den Meistertitel.

 

Einzige weibliche Athletin aus Oldenburg war Kathrin Scholl die sich nicht ganz unerwartet die Titel über 200 und 400 m sicherte. Während sie über 200 m (28,84) aufsteigende Form zeigte war sie mit ihrem renntaktischen Verhalten über 400 m (65,70), welches sie eine bessere Zeit kostete, wenig zufrieden. Trotz allem schaffte sie über beide Distanzen die Qualifikationszeit. Die Kugel stieß sie auf 9,61 m und landete damit auf dem vierten Platz. Bei den Deutschen Meisterschaften in Zittau hat die Allrounderin nun die Qual der Wahl. Gleich in sieben Disziplinen hat sie bereits die Norm geschafft.

 

Ruth Spelmeyer stürmt zu neuer Bestzeit

 

Groß war der Schreck bei Ruth Spelmeyer als sie vor einigen Wochen beim Training umknickte und sich einen Bänderanriß zuzog. Umso größer war dann ihre Freude als sie bei der Sparkassen Gala in Regensburg, gleich im ersten 400m Rennen der Saison, ihre persönliche Bestzeit um 11/100 auf 52,58 verbessern konnte. „Ich bin so froh und erleichtert! Ich hatte keine Schmerzen und alles ist glatt gelaufen“, strahlte Oldenburgs Sportlerin des Jahres 2014 nach dem Rennen, das sie mit einem Vorsprung von 53/100 für sich entscheiden konnte.

 

Jakob Günther kommt immer besser in Form

 

Es gibt wahrlich einfacherer Laufstrecken als die beim Sport Scheck Nachtlauf in Bremen. Viele enge Kurven und Brücken machen die Runde durch die Bremer Innenstadt nicht gerade zu einer Bestzeitenstrecke. Nichtsdestotrotz konnte Jakob Günther in Bremen seine 5 km-Zeit vom Famila-Lauf noch einmal deutlich steigern und lief in 16:36 auf einen dritten Gesamtplatz. Am Ende verfehlte er den zweiten Platz nur um sieben Sekunden.