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Mai

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VfLer räumen bei Bezirksmeisterschaften ab

 

Erfolgreicher hätten die diesjährigen Bezirksmeisterschaften für die Leichtathleten des VfL Oldenburg kaum laufen können. Im eigenen „Wohnzimmer“, dem Oldenburger Marschwegstadion, holten die Schützlinge von Trainer Jürgen Wegner nicht weniger als zehn Bezirksmeistertitel und je fünf zweite sowie dritte Plätze.

 

Erfolgreichster, der fünfundzwanzig VfLer, war Niels Kaun mit gleich vier Titeln. Nach 11,59 im Vorlauf sprintete er im Finale in 11,40 mit einem Vorsprung von 51/100 ungefährdet zum Titel. Hans Jürgen Lay wurde hier in 12,10 (12,09 VL) Vierter. Durchgehend starker Gegenwind von rund einem Meter pro Sekunde machten in allen Sprintwettbewerben schnellere Zeiten nahezu unmöglich. Nichtsdestotrotz konnten Pierre Wirth (13,31), Bernd Teuber (13,66) und Jürgen Jeske (14,44) mit ihren Zeiten durchaus zufrieden sein. Nur Wolfgang Jung blieb in 14,60 ein wenig hinter seinen Möglichkeiten zurück.

 

Über 200 m wurde es dann etwas enger für Kaun. In 22,90 konnte er sich erst auf den letzten Metern knapp mit einem Vorsprung von 8/100 durchsetzen. Damit ist er innerhalb von einer Woche nun dreimal unter 23 Sekunden gelaufen. Im Lauf zuvor war Bernd Teuber in 26,95 persönlichen AK-Rekord gelaufen, während Wolfgang Jung in 30,14 ins Ziel kam.

 

Fast sieben Meter Vorsprung hatte Kaun bei seinem dritten Titel an diesem Tage als er seinen Speer auf 46,55 m warf.

 

Gemeinsam mit Hans Jürgen Lay, Daniel Wendel und Konstantin Merkel holte er sich dann mit der 4x 100m Staffel (44,72) Titel Nummer Vier bei diesen Meisterschaften. Auf Platz Drei lief hier die M50-Staffel des VfL mit Wolfgang Jung, Pierre Wirth, Peter Fuchs und Bernd Teuber in 54,06. Damit verpassten sie die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften nur um 5/10. In der MJU 20 lief Tim Felix Faasch in 55,85 auf Platz Drei.

 

Gleich drei VfLer liefen über 400 m aufs Podest. Daniel Wendel lief in 51,28 nicht nur zum Titel sondern konnte innerhalb von einer Woche erneut seine Bestzeit verbessern, nachdem er zuvor mehrfach vergeblich versucht hatte die 400m unter 52 Sekunden zu laufen. Dieses Ziel verpasste Konstantin Merkel in 52,12 nur knapp. Eine neue Bestzeit erzielte auch Peter Fuchs in 1:09,66 als Dritter. Damit schaffte er gleichzeitig die Qualifikation für die Deutschen Seniorenmeisterschaften. Nachdem bereits die 4x 400m Staffel des VfL im April die Bezirksmeisterschaft gewonnen hatte, konnten die Männer des VfL in diesem Jahr alle BM-Sprinttitel nach Oldenburg holen.

 

Zwei Titel holte auch Hans Jürgen Lay. Vor dem Sieg mit der Staffel war er bereits mit gesprungenen 6,18 m überlegener Weitsprungmeister geworden. Seinem ersten Wettkampf nach einer verletzungsbedingten Zwangspause. Diese musste auch Pierre Wirth einlegen, der als Neunter auf 4,80 m kam. Auf Platz Elf sprang Jürgen Jeske mit 4,45 m.

 

Besser als von ihm selbst erwartet lief der Wettkampf für Jan Caspers, der mit 11,43 m Dritter mit der Kugel wurde und mit dem Diskus als Vierter (31,42) nur um acht Zentimeter an einer weiteren Podiumsplatzierung vorbeischrammte.

 

Aufsteigende Form zeigte auch Sebastian Koch, der über 1500 m in 4:42,89 ungefährdet zum Sieg lief und am Ende 42 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten hatte.

 

Ein einsames Rennen lief Florian Bahlmann über 5000 m. Vom Start weg lag er weit vor der restlichen Konkurrenz und verpasste in 16:56 seine persönliche Bestzeit nur um acht Sekunden. Knapp eine Minute dahinter kam Jens Willers (17:55) als Zweiter ins Ziel. In seinem Windschatten war lange Michelle Kipp gelaufen, die am Ende aber abreißen lassen musste und in 17:59 überlegen Bezirksmeisterin wurde. Zweite wurde Paula Böttcher in 19:24, die damit ihre Jahresbestleistung aus dem Vorjahr um drei Sekunden verbessern konnte. Neele Harms konnte in 19:41 die WJU20 für sich entscheiden. Ein wenig Pech hatte Malte Schnückel in seinem ersten Bahnrennen. Da er dies nicht konnte ließ er sich von der Rundenanzeige irritieren und beendete das Rennen zu früh. Hier hätte eigentlich der Rundenzähler reagieren müssen und ihn darauf hinweisen müssen, was allerdings nicht geschah. Ärgerlich für Malte, aber das wird ihm so schnell nicht wieder geschehen.

 

Auch Bonnie Andres (2:23,16) und Dominic Ellwardt (2:15,69) hatten mit Pech zu kämpfen. Beide waren vom Veranstalter in den Starterlisten über 800 m vergessen worden und kamen so jeweils in die vermeintlich langsameren Läufe. Zwar konnten beide ihre Läufe souverän für sich entscheiden, Bonnie sogar in neuer persönlicher Bestzeit, aber beide waren sich einig, dass sie bei anderer Laufeinteilung noch hätten schneller laufen können.

 

Nicht ganz zufrieden zeigte sich auch Mona Rieber an diesem Tag mit ihren Zeiten über 100 (14,64) und 200 m (30,71). Auch im Weitsprung (3,45) lief diesmal nicht viel zusammen, so dass sie ein ums andere Mal mit ihrem Anlauf haderte.

 

Leicht verbessert zeigte sich Kathrin Scholl über 200 m (29,17), wo sie Vierte wurde obwohl sie sich aufgrund des zeitnah liegende Kugelstoßwettbewerbs kaum aufwärmen konnte. Bei diesem konnte sie nach drei mäßigen Weiten in ihrem vierten und letzten Versuch noch auf gute 9,75 m steigern und auf den sechsten Platz vorschieben.

 

Eine neue Bestzeit über 400 m gab es erneut für Maartje Hendrikse in ihrem ersten Wettkampf für den VfL. In 66,20 verbesserte sie sich um 17/100.

 

Auch Swantje Harms hatte Grund zur Freude. Als Zweite über 800 m lief sie in 2:35,62 neue Jahresbestzeit.

 

Insgesamt zeigte sich Jürgen Wegner mehr als zufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge.

 

Ruth Spelmeyer wurde im Rahmen der Meisterschaft vom Bezirk Weser Ems für ihre Vorjahreserfolge ausgezeichnet.

 

Härtetest bestanden

 

Gerademal zweieinhalb Wochen nach ihrem Bänderanriss im Fuß stand Ruth Spelmeyer am letzten Samstag im Mai erstmals in dieser Saison wieder an der Startlinie. Bei für diese Jahreszeit ungewöhnlich niedrigen Temperaturen, starkem Wind und Regen spielten dabei die gelaufenen Zeiten eher eine nebensächliche Rolle. In aller erster Linie sollte der Start über 100 m (12,05) und 200 m (24,75) ein Härtetest für ihren lädierten Fuß sein, der zu ihrer Zufriedenheit ausfiel. Zwar war der Fuß am nächsten Morgen leicht geschwollen, so dass sie zur Sicherheit auf einen Start bei den Bezirksmeisterschaften verzichtete. Aber einem Start beim Sparkassen-Meeting in Regensburg über 400 m am kommenden Wochenende steht wohl nichts im Wege.

 

Maartje Hendrise startet mit neuer Bestzeit in Saison

 

Besser hätte der Saisoneinstieg für Maartje Hendrise gar nicht laufen können als jüngst bei den Niederländischen Studentenmeisterschaften in Eindhoven. Der Neuzugang des VfL Oldenburg lief in 1:06,37 über 400m gleich im ersten Rennen der Saison eine persönliche Bestleistung. „Ich glaube, dass ich etwas zu schnell angegangen und dann fehlte mir am Ende etwas die Kraft“, sieht sie noch Verbesserungspotential in der Renneinteilung. Ihren Einstand im VfL-Trikot wird sie bei den Bezirksmeisterschaften im Oldenburger Marschweg Stadion geben. Erneut über die 400 m.

Zahlreiche Bestzeiten in Zeven

 

Als gutes Pflaster für die VfL-Athleten erwies sich das diesjährige Pfingstsportfest auf der Sportanlage an der Kanalstraße in Zeven. Gleich mit fünf persönlichen Bestleistungen kehrten sie zurück nach Oldenburg.

 

Den Anfang machte Daniel Wendel über 100 m in 11,88 Sek. So schnell war er bei regulären Windverhältnissen noch nie zuvor gelaufen. Aber das sollte nur der Anfang sein. Knapp vier Stunden später verbesserte er in 51,64 seine 400 m Bestzeit um ganze 6/10 und qualifizierte sich erstmals für die Landesmeisterschaften. Dabei lieferte er gerade auf der Viertelmeile ein Rennen ab das selbst Trainer Jürgen Wegner imponierte. Auf der Zielgerade konnte er noch einmal zulegen, setzte sich vom übrigen Feld ab und gewann seinen Lauf. Als Gesamtzehnter war er schnellster VfLer vor Niels Kaun (52,29) und Konstantin Merkel (53,74). Ein Riesenprogramm absolvierte Niels Kaun an diesem Wochenende. Neben den 400 m ging er über 100 m (11,32 / 11,26) und 200 m (22,88 / 22,71) jeweils im Vorlauf als auch im Finale an den Start. Nichtsdestotrotz lief er bei seinem fünften Start innerhalb von vierundzwanzig Stunden eine neue Bestzeit über 200 m.

 

Weniger erfolgreich verlief der Wettkampf für Adham Hess. Zwar konnte er über 100 m (11,37 / 11,39) und 200 m (23,19) seine Zeit aus Osnabrück verbessern, musste aber im 200 m Finale schon nach 80 m das Rennen verletzungsbedingt beenden.

 

Auch Kira Harms war mehr als zufrieden mit ihrer 100 m Zeit. In 13,35 lief sie so schnell wie schon seit Jahren nicht mehr. Dementsprechend groß war im Ziel ihre Freude trotz eines Sturzes beim Überqueren der Ziellinie. Nach kurzer Behandlung konnte sie wenig später im Hochsprung an den Start gehen wo sie mit übersprungenen 1,55 m die Vorgabe des Trainers exakt erfüllte. Einen Doppelstart absolvierte auch Michelle Kipp. Nachdem sie über 1500 m (4:52,23) eine neue Bestzeit noch knapp verpasst hatte, holte sie dies über 800 m nach. Vom Start weg führte sie das Feld an und lief in 2:21,09 als Erste über die Ziellinie. Bonnie Andres tat es ihrer Vereinskollegin gleich und konnte ihren Lauf ebenfalls in persönlicher Bestleistung gewinnen. Mit ihrer Zeit von 2:23,49 verbesserte sie sich gleich um vier Sekunden. Lange hatte sie an zweiter Position gelegen, ließ aber im Endspurt der Konkurrenz keine Chance.

 

Mehr als zufrieden konnte auch Dominic Ellwardt mit seiner Leistung über 800 m sein. Mit der langsamsten Zeit in seinem Lauf gemeldet, ließ er sich nicht abhängen und konnte am Ende sogar noch zwei Konkurrenten überholen. In 2:16,0 lief er deutlich schneller als erwartet und verpasste seine Bestzeit nur knapp.

 

Konnte Form bewiesen auch Neele (5:04,26) und Swantje Harms (5:27,96) bei ihrem ersten Einzelrennen auf der Bahn in diesem Jahr über 1500 m. Beide hatten am Ende sogar noch die Kraft im Endspurt etwas zuzulegen. „Abgesehen von Adhams Verletzung ein absolut gelungenes Wochenende“, zieht der Trainer ein positives Resümee.

 

Pleiten, Pech und Pannen in Osnabrück

 

Unter keinem guten Stern stand für die Leichtathleten des VfL Oldenburg der Sprintabend der LG Osnabrück am 13. Mai. Mit zahlreichen Widrigkeiten mussten sich die neun Sportler auseinandersetzen. Zahlreiche kleinere Staus, auch bedingt durch ein gleichzeitig stattfindendes Fußballspiel in Osnabrück, sorgten dafür, dass man erst eine dreiviertel Stunde vor dem ersten Start im Sportpark Gretesch ankam. Dies erschwerte ein ordentliches Aufwärmen vor den 100 m Rennen. Schnell stellte sich heraus, dass der Zeitplan etwas eng gestrickt war und nicht an die hohen Teilnehmerzahlen angepasst worden war. So waren für 12 Läufe über 100 m bei Männern und Frauen gerademal zwanzig Minuten angesetzt worden. Da vorher aber schon Kinderläufe stattgefunden hatten fiel schon der erste Startschuss für die 100 m mit einer Verspätung von 15 Minuten. Anderthalb Stunden nach Wettkampfbeginn hing man schon eine Stunde hinter dem Zeitplan zurück, so dass es kaum möglich war sich punktgenau aufzuwärmen, zumal es auch keine Ansagen über die Verspätungen gab.

 

Als erstes gingen Michelle Kipp (14,63) und Mona Rieber (14,70) an den Start, die am Ende auf Platz drei und vier in der Frauenwertung sprinteten. Bonnie Andres wurde in 14,27 Achte in der WJU16.

 

In der Männerhauptklasse stellte der VfL gleich fünf der zehn Starter. Hier siegte Niels Kaun (11,39) vor Adham Hess (11,46). Daniel Wendel (12,08), Konstantin Merkel (12,41) und Bernd Teuber (14,08) sprinteten auf die Plätze 5,7 und 9. Zufrieden mit den Zeiten war keiner der acht VfLer. „Man hat gesehen, dass alle noch nicht richtig da waren“, so Jürgen Wegner.

 

Kaum waren die 100 m-Läufe über die Bühne gegangen gab die elektronische Zeitmessung ihren Geist auf. Nun war es nicht mehr möglich irgendwelche Meisterschaftsqualifikationen zu laufen. Dies und die langen Wartezeiten waren nicht unbedingt leistungsfördernd, zumal es mit Einbruch der Dunkelheit deutlicher kühler wurde.

 

Erfreulicher waren da schon die Resultate über 800 m. Ein Tempomacher sollte ordentlich für Tempo sorgen, da eine der Läuferinnen eine Zeit unter 2:20 angepeilt hatte. Michelle Kipp hängte sich vom Start weg an dieses Duo, während Bonnie Andres sich ihrerseits die ersten 300 m an Kipps Fersen heftete. Aber schon nach der ersten Runde (71 Sek.) war klar, dass eine Zeit unter 2:20 heute nicht möglich war. Im Gegenteil. Der Tempomacher musste das Tempo noch rausnehmen, da sein Schützling Ann-Christin Opitz (SC Melle) dies nicht mehr halten konnte. Folgerichtig attackierte Kipp 200 m vor dem Ziel und siegte am Ende klar in 2:25,5. Auch Andres konnte die lange führende Opitz noch abfangen und wurde in 2:28,6 Vierte und Zweite ihrer AK.

 

Mona Rieber lief ihren ersten 400 m Wettkampf in 71,5 und absolvierte dabei ein sehr gleichmäßiges Rennen. Beide 200m-Abschnitte lief sie in 35er-Zeiten.

 

Beim Start der 200 m-Läufe war die Stimmung der VfL-Starter schon nicht mehr die Beste. „Es fehlte mittlerweile die übliche Anspannung die man vor einem Start hat und wir waren alle auch schon ein wenig durchgefroren. Da man ja nicht genau wusste wann man dran war konnte man sich ja auch nicht irgendwo reinsetzen“, beschreibt Bernd Teuber die allgemeine Stimmung, konnte dem Lauf aber auch etwas Positives abgewinnen: „Da machen wir halt einen scharfen Testlauf heute um zu überprüfen wo man eigentlich steht“. Der wäre aber bei ihm fast noch komplett in die Hose gegangen. Dreißig Meter vor dem Ziel stürzte der auf der Bahn neben ihm laufende Läufer und fiel ihm vor die Füße, so dass er über ihn springen musste um einen Sturz zu vermeiden und so langsamer wurde. Am Ende konnte er mit seiner Zeit von 27,6 (Platz 7) mehr als zufrieden sein. Adham Hess (23,3), Daniel Wendel (23,5) und Konstantin Merkel (24,3) liefen pannenfrei auf die Plätze drei bis fünf.

 

Als letztes mussten Peter Fuchs (300m, 56,6) und Niels Kaun (400m, 58,6) über die Hürden ran. Mittlerweile war es dunkel geworden und die Läufe fanden unter Flutlicht statt. „Ich verstehe nicht warum man den Zeitplan nicht geändert hat und die Hürdenläufe vorgezogen hat. Die technisch anspruchsvollste Disziplin wird bei den schlechtesten Lichtverhältnissen durchgeführt“, schüttelt Jürgen Wegner den Kopf. So waren sich Fuchs und Kaun nach ihren Läufen auch einig bei ihrer Wettkampfbeurteilung: „Wir haben die Hürden mehr geahnt als gesehen, da kann man keine Topzeit laufen“. Fuchs hatte dabei auch noch das Pech, dass eine Läuferin auf der Nebenbahn an einer Hürde vorbeilief. Irritiert hierdurch verlor er seinen Rhythmus zwischen Hürden, was dazu führte das er vor der letzte Hürde fast stehenblieb und dadurch Zeit verlor. Ein Wettkampf voller Pleiten, Pech und Pannen wo keiner der VfLer wirklich zufrieden mit seinen Zeiten war.

 

Oldenburger Geher gewinnt bei NRW-Meisterschaften

 

Einmal mehr machte sich VfL-Geher Andreas Ritzenhoff mangels Alternativen in Niedersachsen auf den Weg nach Nordrhein Westfalen um an einem Geher-Wettbewerb teilzunehmen. Bei den Offenen NRW-Meisterschaften in Rheine gewann er als Gesamtsiebter über 5000 m Bahngehen seine Altersklasse (M45) in neuer persönlicher Bestzeit von 28:29 Minuten. „Es ging tierisch vorne ab und ich konnte leider das Tempo der größtenteils jüngeren Konkurrenz nicht ganz halten. Mit der Zeit bin ich bei dem Dauerregen mehr als zufrieden,“ freute sich der VfLer über seine neue Bestzeit.

 

Zwei neue Bestzeiten für Wolfgang Jung in Papenburg

 

In blendender Form zeigte sich Wolfgang Jung (M65) bei den Senioren-Bezirksmeisterschaften in Papenburg. Über 100 und 200 m schaffte er im ersten Rennen der Saison gleich die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften in Zittau und verbesserte auf beiden Distanzen seine Bestzeit deutlich. Über 100 m um 18/100 auf 14,26 Sek. und die 200 m (29,76) lief er sogar 45/100 schneller als zuvor, dies bei einem Gegenwind von 1,6 m/Sek.

 

Mit ebenfalls zwei DM-Qualifikationsnormen kehrte Kathrin Scholl (W35) aus Papenburg zurück. Trotz berufsbedingtem Trainingsrückstand lief sie über 100 m in 14,35 Sek. nur 6/100 an ihrer Vorjahreszeit vorbei. Wobei sie diesmal sogar etwas Gegenwind hatte und nicht wie im Vorjahr Rückenwind. Auch im Kugelstoßen knackte sie als Vizemeisterin mit gestoßenen 9,70 m auf den Zentimeter genau die Qualifikationsnorm. Nachdem sie in den ersten vier Versuchen gerademal auf 9,25 m gekommen war entschied sie sich dazu beim fünften Versuch anstatt anzugleiten anzugehen. Mit Erfolg. Mit 9,70 m erzielte sie in diesem Versuch ihre beste Weite. Die 200 m lief sie in 29,82 bei 0,7 m/Sek. Gegenwind.

 

Auf zwei Bezirksmeistertitel brachte es Pierre Wirth (M50), der nach einer längeren verletzungsbedingten Trainingspause erstmals über 100 m und im Weitsprung im Freien teilnahm. Die 100 m lief er hier in 13,39 Sek. und beim Weitsprung schaffte er 4,86 m. Über die Weite war er ein wenig enttäuscht, gerne wäre er noch näher an die fünf Meter ran gesprungen. Seine ersten vier Versuche gingen, bis auf einen Fehlversuch, alle über 4,80 m. Bei seinen letzten zwei Versuchen machte es sich dann bemerkbar, dass er zuletzt weniger trainieren konnte. Die Kraft ließ nach und so kam er in den letzten beiden Versuchen nur noch auf knapp 4,60 m.

 

Gerne wäre auch Peter Fuchs (M60) über 400 m die Qualifikationsnorm für Zittau gelaufen, aber in 1:10,91 fehlten ihm trotz persönlichen AK-Rekords noch knappe 9/10 hierfür. Immerhin konnte er sich mit dem Titel trösten. Beim Weitsprung hatte er etwas Schwierigkeiten in den Wettkampf herein zu kommen. Mit seinem letzten Versuch über 4,19 m verpasste er seine Vorjahresweite nur um zwei Zentimeter und wurde am Ende Vizemeister.

 

„Das waren alles ganz ordentliche Leistungen, da können wir nicht meckern“, zeigte sich Jürgen Wegner sehr zufrieden mit den Leistungen.

Wurffünfkämpfer des VfL sichern sich Vizemeisterschaft

 

War in den letzten Jahren Johann Arends ein ziemlicher Einzelkämpfer im Wurfbereich beim VfL konnte er bereits im Vorjahr Peter Fuchs für eine Teilnahme an den LM im Wurf-Fünfkampf begeistern. Bei den LM in Meppen am 9. Mai kam mit Klaus Sprenger ein dritter VfLer hinzu, so dass die Grün-Weißen diesmal auch in der Mannschaftswertung mitmischen konnten und sich die Vizemeisterschaft in der M60/65 sicherten. Titelverteidiger Arends (2978 Punkte) konnte sein Vorjahresergebnis zwar um acht Punkte verbessern, musste sich diesmal aber mit dem Bronzeplatz (M60) zufrieden geben. Wie schon ein Jahr zuvor absolvierte er einen gleichmäßigen Wettkampf, indem er mit der Kugel und dem Gewicht die meisten Punkte holte. Als Zehnter in der M60 konnte Fuchs seine Platzierung aus dem Vorjahr zwar wiederholen, war aber alles andere als zufrieden mit seinem Wettkampf. Lediglich im Gewichtwurf konnte er seine Vorjahresleistung verbessern. Mit Hammer, Kugel, Diskus und Speer blieb er teilweise deutlich unter den Leistungen aus dem Jahre 2014, so dass er mit erzielten 1726 Punkten 113 Punkte weniger auf dem Konto hatte als im letzten Jahr. Am meisten ärgerte ihn seine Präsentation mit dem Diskus, wo er beim Einwerfen fast vier Meter weiter als im Wettkampf gekommen war. Klaus Sprenger landete bei seinem ersten Wurf-Fünfkampf mit 2281 Punkten auf dem fünften Platz in der M65.

 

                            Hammer          Kugel           Diskus           Speer        Gewicht

 

Johann Arends      32,88           10,09             34,50          33,13               12,73

 

Peter Fuchs          17,37             7,83             22,29           20,85                8,44

 

Klaus Sprenger     19,71             8,15             26,88           25,52                9,21

 

 Dominic Ellwardt mit verhaltenem Start in Bahnsaison

 

Ein einsames Rennen lief Dominic Ellwardt bei seinem Einstieg in die diesjährige Bahnsaison, als er beim Jugend- und Kindersportfest in Delmenhorst (09.05.) über 800 m an den Start ging. Von den drei vorgemeldeten Läufern ging nur der VfLer an den Start. Auch in den anderen Disziplinen war die Beteiligung recht überschaubar. Gerademal 54 Sportler hatten den Weg nach Delmenhorst gefunden. Demgegenüber standen 31 Kampfrichter und Helfer. Hier wird sich der Veranstalter sicherlich die Frage stellen müssen, ob sich der Aufwand bei solch einem dünnen Teilnehmerfeld weiterhin lohnt.

 

Ellwardt nutzte den 800 m Lauf als Tempolauf und kam nach zwei gleichmäßig gelaufenen Runden in 2:29,29 ins Ziel. Für die 100 m benötigte er 14,14 Sek., eine Zeit die sicherlich noch steigerungsfähig ist.

Der „unbekannte“ Horst Frense

 

So manch ein Läufer dürfte verwundert seine Augen gerieben haben als ihm beim Bad Zwischenahner Meerlauf (09.05.) über 12,1 km ein mit Nordic Walking Stöcken bewaffneter Horst Frense entgegen kam. Der 74jährige, der verletzungsbedingt seit Monaten an keinem Laufwettkampf mehr teilgenommen hat, machte aber auch hier eine gute Figur und kam in 1:40:21 Std. als Fünfte ins Ziel.

Bestzeiten vom Winde verweht

 

So schnell wie beim Bahneröffnungssportfest in Garbsen (01.05.) war Niels Kaun noch nie in seiner Karriere gelaufen. Das seine Zeiten trotzdem kein Einzug in die Bestenlisten nehmen werden lag am leicht zu starken Rückenwind. Sowohl über 100 m (11,17) und 200 m (22,73) zeigte der Windmesser 2,1 Meter pro Sekunde an und damit 0,1 zu viel. Dies war besonders ärgerlich für der Kaun da, bis auf den fünften Zeitendlauf über 200 m, alle anderen Läufe unter regulären Windbedingungen stattfanden. „Da beide Zeiten deutlich unter meiner Bestleistung lagen bin ich zuversichtlich, dass ich diese Zeiten in diesem Jahr auch unter regulären Bedingungen nochmal laufen kann“, nahm der VfLer dies gelassen hin. Als Sieger seiner beiden Läufe landete er am Ende auf Platz 4 (100) und 5 (200).

 

Streckenrekord durch Michelle Kipp in Gristede

 

Bei ihrem ersten 5 km Lauf auf der Straße ließ Michelle Kipp nicht nur die Konkurrenz weit hinter sich, sondern verbesserte gleichzeitig den Streckenrekord aus dem Vorjahr um sechs Sekunden auf 18:19 Min. Trotzdem war sie nicht ganz zufrieden mit ihrer Leistung, hatte sie sich doch eine Zeit unter achtzehn Minuten vorgenommen. Das es dazu nicht kam dürfte mehrere Gründe gehabt haben. Zwar war es am Maifeiertag nicht ganz so windig wie z.B. vor einigen Wochen beim famila-Lauf, aber wenn man mehrere Kilometer alleine im Wind laufen muss ist die Wahrscheinlichkeit einer neuen persönlichen Bestzeit eher gering. Zudem wurde sie „Opfer“ einer Unsitte die in den letzten Jahren immer häufiger zu sehen ist: Unvernünftige Eltern platzieren ihre Kinder in die erste Reihe. Ein Verhalten für das nicht nur Trainer Jürgen Wegner keinerlei Verständnis hat. „Wenn dann was passiert ist das Geschrei groß“, schüttelt er den Kopf ob dieser Unvernunft.

 

Eingekeilt von kleinen Kindern hatte sie am Start Mühe einen Sturz zu verhindern bzw. keins der Kinder über den Haufen zu rennen. Erschwerend kam hinzu, dass bereits nach 60-70 Metern eine scharfe Linkskurve gelaufen werden musste, was dazu führte, dass sie erst nach ca. 150 m frei laufen konnte. „Ich habe dann den taktischen Fehler gemacht, zu versuchen die verlorene Zeit ganz am Anfang wieder rauszuholen und habe überpacet. Am Ende des Rennens bin ich dann eingebrochen“, schüttelte die Siegerin im Nachhinein den Kopf über ihr Rennverhalten. Trotzdem war sie als Gesamtvierte immer noch schneller als alle männlichen Läufer aus Oldenburg. Auf Platz zwei bei den Frauen lief Bonnie Andres in persönlicher neuer Bestzeit von 20:28.

 

Zweitschnellster VfLer an diesem Tag war Dominic Ellwardt als neuntplatzierter bei den Männern in 18:53. Einen Platz dahinter kam Malte Schnückel, in seinem zweiten Wettkampf und erstem über 5 km, in hervorragenden 19:33 ins Ziel. „Das ich so weit vorne landen würde, damit hatte ich absolut nicht gerechnet“, erzählte er anschliessend freudestrahlend. Beide wurden Zweiter in ihren Altersklassen. Ein starkes Rennen lief auch Stefan Behrens der in 22:23 erneut seine Jahresbestleistung um 40 Sekunden verbessern konnte und auf Platz drei in der MHK lief. Auch Bernd Teuber, der seit dem Trainingslager aufgrund von Oberschenkelproblemen keine Ausdauerläufe mehr machen konnte, war mit seiner Zeit von 22:42 mehr als zufrieden. Dies trifft auch auf Bernhard Sager zu, der sein Ziel unter 40 Minuten zu bleiben in 37:18 klar unterbot und ebenfalls Dritter in seiner AK wurde.

 

Trotz einer Erkältung konnte Paula Böttcher über 10 km ihr Ergebnis von Schortens auf die Sekunde genau wiederholen. In erneuten 41:43 wurde sie wiederum Gesamtzweite und erste ihrer Altersklasse. „Ich freue mich, damit bin ich mehr als zufrieden“, erklärt sie im Ziel freudestrahlend. Kurz vor ihr war Michael Meinecke in 41:31 über die Ziellinie gelaufen. Jürgen Wegner zeigte sich einmal mehr sehr zufrieden mit der Präsentation seiner Schützlinge.