--------------------------------------------------------------------------------------------------------

Juni

--------------------------------------------------------------------------------------------------------

Anita Ehrhardt kämpft sich auf den Dritten Platz beim Marathon in Löningen

Im Vorjahr hatte sich Anita Ehrhardt noch sehr über ihren Sieg beim Remmers Hasetal Marathon in Löningen gefreut. Kein Wunder, dass sie in diesem Jahr versuchen wollte dies zu wiederholen. Aber schon die Vorbereitung stand unter keinem guten Stern. Musste sie schon im Frühjahr erkältungsbedingt aussetzen kostete sie nun in der unmittelbaren Vorbereitung eine hartnäckige Halsentzündung fast zwei Wochen kontinuierliches Training. „Anstatt im Bereich meiner Vorjahreszeit zu laufen, werde ich heute froh sein wenn ich es unter 3:30 schaffe“, zu ihren Zielen in Löningen kurz vor dem Start. Es sollte eins ihrer härtesten Marathonrennen bisher werden. Nach der Hälfte des Rennens zwangen Magen-Darm-Probleme sie zu einer längeren Pause. „Danach hatte ich das Gefühl keine Kraft mehr in den Beinen zu haben und ich musste zweimal eine Gehpause einlegen. Bei km 24 war ich fast so weit aufzuhören.“ Ab km 30 hatte sie sich aber wieder soweit erholt, dass sie es schaffte wieder einen Schnitt von unter 5 Minuten zu laufen. Mittlerweile vom zweiten auf den vierten Platz zurückgefallen, kämpfte sie sich im letzten Abschnitt des Rennens wieder auf den dritten Platz vor. In 3:23:47 war sie am Ende zwar fast neun Minuten langsamer als im Vorjahr, aber immer noch deutlich unter ihrer Zielzeit von 3:30, und das trotz der Probleme in der Mitte des Rennens. „Nach dem Rennen ging es mir richtig schlecht. Aber es ist schon faszinierend wie der Körper es während des Rennens geschafft hat sich wieder ein wenig zu regenerieren, so dass ich noch einigermaßen durchgekommen bin.“

Über 10 km gewann Horst Frense in 48:59 mit fast zwölf Minuten Vorsprung die AK M70. Als insgesamt 97. in der Männerklasse ließ er noch 273 größtenteils weitaus jüngere Läufer hinter sich.

Bernd Teuber läuft neue persönliche Bestleistung über die Meile

Bei drückenden Temperaturen lief Bernd Teuber am Samstag in Neustadt am Rübenberge in 5:41 Min. zu einer neuen Bestzeit über die selten gelaufene Meile. Vom Start weg setzte er sich an die Spitze des Feldes und lief die ersten 409 Meter in 79 Sekunden an. „Aufgrund der vielen Sprintrennen in den letzten Wochen konnte ich mein Leistungsvermögen über diese Distanz schlecht einschätzen und am Ende war es mein Kopf und nicht meine Beine der dafür verantwortlich war, dass ich die angestrebte Zeit von unter 5:30 nicht realisieren konnte.“ Am Ende gewann er als Gesamtdritter die AK M40 in neuer persönlicher Bestzeit.

VfL glänzt mit Masse und Klasse beim Abendsportfest in Delmenhorst

Mit einem großen Aufgebot von 16 Athleten und guten Leistungen präsentierte sich der VfL beim zweiten diesjährigen Abendsportfest in Delmenhorst. Den Anfang machte Michelle Kipp beim Hochsprung. Mit einer Bestleistung von 1,31 m an den Start gegangen konnte sie diese gleich um 10 cm auf 1,41 m verbessern.

Dennis Siegmund (M15) konnte in seinem ersten Wettkampf über 300 m seinen Lauf in 39,92 Sek. deutlich gewinnen. In der Endabrechnung reichte dies aber nur zu Platz drei da mit Lasse Albrecht (39,44) und Jan Gutzeit (39,85) zwei BTBler im zweiten Lauf etwas schneller waren.

Gleich zwölf VfLer gingen über 200 m an den Start. Den Anfang machten Nils Kaun (23,12), Adham Hess (23,19) und Konstantin Merkel (23,75). Was ihnen in der letzten Woche über 100 m nicht gelungen war schafften sie diesmal über 200 m: ein reines VfL Podium. Vor allem Hess zeigte sich sehr zufrieden: „Mehr als 2/10 schneller als in Zeven und das bei schlechteren Bedingungen. So kann es weiter gehen.“ Als zweiter der M45 lief Bernd Teuber in 27,08 neue AK-Bestzeit, verpasste sein selbstgestecktes Ziel von 27,00 aber knapp. Jürgen Jeske wurde in 29,40 dritter in der M50 während Klaus Sprenger (33,78) und Bernhard Sager (41,49) in der M70 auf zwei und drei liefen. Bei den Frauen lief Mona Rieber erstmals die 200 m und war am Ende nicht ganz zufrieden mit ihrer Zeit von 30,36. „Ich wäre schon ganz gerne unter 30 gelaufen.“ Kathrin Scholl schaffte das Kunststück ihre 200 m genauso schnell zu laufen wie bei den Norddeutschen Meisterschaften in Celle. Nur drei Tage nach ihrem Fünfkampf waren ihre 28,66 eine durchaus zufriedenstellende Leistung.

Über eine neue Bestzeit konnte sich dann Bonnie Andres über 800 m freuen. In 2:36,4 verbesserte sie sich um fast vier Sekunden und lief ein sehr couragiertes Rennen welches sie als zweites beendete.

Den Speerwurf der Männer gewann Niels Kaun in 46,80 m mit einem Vorsprung von sieben Metern deutlich. Konstantin Merkel kam auf 20,57 m. Klaus Sprenger erzielte in der M70 25,15 m.

Drei VfL-Siege gab es beim Weitsprung. Luca Schirmacher gewann in 5,76 m die U18 und Tim Felix Faasch wurde in 5,21 dritter. Jan-Niclas Faasch schaffte 5,88 m und wurde damit vierter in der U20. In einer eigenen Liga sprang Hans-Jürgen Lay bei den Männern. Seine Weite von 6,56 m bedeuteten nicht nur Jahresbestweite für ihn sondern er distanzierte damit die Konkurrenz um mehr als siebzig Zentimeter. Jeder seiner Versuche hätte für einen deutlichen Sieg gereicht. In der M50 siegte Jürgen Jeske mit gesprungenen 4,33 m.

Beim Speerwerfen der Frauen durchlebte Kathrin Scholl ein Wellenbad der Gefühle. Einem 19,45 m Wurf im ersten Versuch folgte mit 30,51 m eine neue Bestweite im dritten Versuch. Das bedeutete eine Verbesserung um 61 cm, was sie zu einem spontanen Freudentänzchen auf dem Rasen bewog.

Den abschließenden 5000 m Lauf konnten mit Florian Bohlmann (17:16) und Michelle Kipp (17:59) zwei VfLer für sich entscheiden. Kipp verbesserte damit ihre bisherige Bestzeit um fünfzig Sekunden und ist die bisher zweitschnellste Zeit in Niedersachsen in diesem Jahr gelaufen. Helmut Fuchs (M70) lief die 5000 m in 24:07.

Andreas Ritzenhoff debütiert mit Sieg im VfL-Trikot

Mit einem Sieg in der AK M45 kehrte Andreas Ritzenhoff vom DLV-Geher-Cup in Düsseldorf zurück. Der Wettkampf im Straßengehen war Ritzenhoffs erster im Trikot des VfL. Für die fünf Kilometer lange Strecke benötigte er 30:34 Min. und war damit mehr als drei Minuten schneller als der Zweite in seiner Altersklasse. Der Anblick von Läufern, Sprintern, Werfern, Springern und Mehrkämpfern gehört schon seit langem zum Trainingsalltag der Leichtathleten des VfL. Aber als Geher ist der ehemalige Mittelstreckler Ritzenhoff noch ein ungewohntes Bild bei den Grün Weißen. „Vielleicht kommen ja noch andere dazu“, hofft der Neu-VfLer, dass sich andere ein Beispiel an ihm nehmen werden. Lediglich ein Geher stand im Vorjahr in der niedersächsischen Bestenliste und der war schon über 80 Jahre alt. Es besteht also noch viel Nachholbedarf in dieser olympischen Disziplin.

Ruth Spelmeyer wird Mannschafts-Europameisterin

Drei Entscheidungen standen bei den Mannschaftseuropameisterschaften in Braunschweig noch aus, als Ruth Spelmeyer sich bereit machte den Staffelstab von ihrer Teamkollegin Lara Hoffmann entgegen zunehmen. Esther Cremer, Lena Schmidt und Lara Hoffmann hatten die 4x400 m Staffel auf den zweiten Platz vorgelaufen. Nun galt es für Spelmeyer diesen Platz zu verteidigen um die auf dem zweiten Gesamtplatz liegende russische Mannschaft auf Distanz zu halten. Nach 150 m musste sie die heranstürmende Französin vorbeiziehen lassen und viel auf den dritten Platz zurück. Aber sie behielt die Nerven und lief ihr Tempo weiter. Auf der Zielgerade hatte die Französin dann dem Endspurt der Deutschen nichts mehr entgegenzusetzen und musste sie weniger Meter vor dem Ziel wieder vorbeiziehen lassen. Da die Russinen nur Siebte wurden bedeutete dieser zweite Platz den Gewinn der Mannschaftseuropameisterschaft, da gleichzeitig Malaika Mihambo im Weitsprung fünf Plätze vor ihrer Konkurrentin aus Russland lag.

Kathrin Scholl Deutsche Vizemeisterin im Fünfkampf

Besser hätten Kathrin Scholls erste Deutsche Meisterschaften gar nicht beginnen können als bei den Deutschen Fünfkampfmeisterschaften in Bad Oeynhausen. Gleich in der ersten Disziplin, dem 100 m Lauf, lief die VfLerin in 13,95 Sek. eine persönliche Bestzeit. Dabei hatte sie nach dem Zieleinlauf alles andere als ein gutes Gefühl. „Der Start war schlecht, das war heute langsamer als vor einer Woche in Celle (14,17)“, war ihr erster Kommentar im Ziel. So glaubte sie auch erst an einen bösen Scherz als ihr ihre Zeit mitgeteilt wurde.

Die Freude über diesen guten Start in den Wettkampf schien ihr im folgenden Hochsprung Flügel zu verleihen. Mit ihrer, im ersten Versuch, geschafften Anfangshöhe von 1,24 m war sie die erste Athletin die in den Wettkampf einstieg. Bis 1,40 m schaffte Scholl jede Höhe im ersten Versuch. Erst bei 1,44 m, was eine Verbesserung ihrer Bestleistung um 1 cm bedeutet hätte, verlor sie ihre weiße Weste und riss dreimal ziemlich deutlich. „Das war Kopfsache. Ich habe mir diese Höhe selbst nicht zugetraut“.

Einen leichten Dämpfer gab es bei ihrer bisherigen Paradedisziplin, dem Kugelstoßen. Zwei ungültige Stöße und 9,50 m im ersten Versuch waren nicht das was sie sich vorgestellt hatte. Freude war dann wieder angesagt beim Weitsprung. Gleich im ersten Versuch flog sie auf 4,68 m, nur 7 cm unter ihrer Bestweite.

Nun musste der abschließende 800 m Lauf über Silber oder Bronze zwischen Scholl und ihrer Konkurrentin Bettina Belau (LG Göttingen) entscheiden. Karin Straub (LG Welfen) als Führende war schon mehr als 200 Punkte entfernt. Die Anspannung war Scholl vor dem Start dann auch deutlich anzumerken. Mutig hängte sie sich an die nach vier Disziplinen Führende und absolvierte die ersten 400 m in 74 Sek. Als Straub nach 600 m ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen musste wartete Scholl etwas zu lange um an ihr vorbeizugehen, so dass sie zwar am Ende als erstes ins Ziel kam, aber mit ihrer Zeit von 2:34 Min. nicht ganz zufrieden war.

Mit 2922 Punkten sicherte sie sich die Oldenburgerin, am Ende deutlich die deutsche Vizemeisterschaft. Ihren bisher größten Erfolg als Leichtathletin, nach zahlreichen Titeln auf Bezirks-, Landes- und Norddeutscher Ebene. „Das war ein sehr guter Wettkampf von Kathrin heute. Sie kann stolz auf ihre Leistung sein“, freute sich ihr Trainer Jürgen Wegner für sie. Nachdem die Anspannung von ihr gefallen war konnte auch Kathrin sich sichtlich über ihren Erfolg freuen.

Mit seiner Wackeldistanz, dem Weitsprung, begann der Fünfkampf für Peter Fuchs (M60) vom VfL. Mit 4,08 im ersten Versuch blieb er gerade mal 13 cm unter seiner Bestleistung und erwischte einen guten Start in den Wettkampf. Auch mit seinen 21,72 m beim Speerwerfen konnte er durchaus zufrieden sein. Wie schon bei Scholl am Vortag war es auch bei Fuchs die dritte Disziplin bei der er etwas schwächelte und mit dem Resultat von 30,97 Sek. über 200 m nicht ganz zufrieden war. „Ausgangs der Kurve hatten wir Gegenwind und ich bin auch nicht 100%ig fit in den Wettkampf gegangen, so daß ich die letzten 50 m ziemlich knautschen musste.“

Entschädigt wurde er dafür dann beim Diskuswurf. Mit 23,41 m erzielte er eine neue Bestweite. „Mein Ziel war es gewesen 2400 zu erzielen aber nach dem harten 200m Lauf hatte ich mir über 1500 m eigentlich nichts mehr ausgerechnet.“ Aber es sollte alles ganz anders kommen. In einem ruhigen Tempo angegangen hatte er auf den letzten 250 m sogar noch die Kraft für einen langgezogenen Endspurt der ihm mit seinen Endzeit von 5:51,84 nicht nur von Platz 12 auf 10 im Abschlußklassement nach vorne brachte, sondern mit 2429 Punkten auch die ersehnte Punktzahl bescherte. Zudem war er mit 6 Sekunden Vorsprung schnellster M60er über die 1500 m.

Paula Böttcher Zweite in Wilhelmshaven

So vielversprechend die vorherige Saison für Paula Böttcher begonnen hatte, so sehr entwickelte sich diese Saison für sie zu einer Geduldsprobe. Aufgrund einer langwierigen Verletzung konnte sie lange nicht richtig trainieren. Langsam kämpfte sie sich über kürzere Wettkampfdistanzen zurück. Beim 10 km Lauf im Rahmen des Gorch Fock Marathons in Wilhelmshaven lief sie auf der sehr windanfälligen Strecke nun ihren ersten 10er seit langem. In 41:37 Min. lief sie auf Platz zwei bei den Frauen. Die Hauptklasse gewann sie mit deutlichem Abstand. Johann deBuhr lief in 49:18 auf Platz drei in der AK M60.

Konstantin Merkel knackt 400m Qualifikation

Trotz eines mehr als bescheidenen Starts stürmte Konstantin Merkel gleich in seinem ersten 400 m Lauf beim Abendsportfest in Delmenhorst in 51,90 Sek. zur Qualifikation für die Landesmeisterschaften in Bremen und gewann deutlich seinen Lauf. Ähnliches gelang Bernd Teuber über die gleiche Distanz. In persönlicher AK-Bestzeit von 60,74 sicherte er sich das Ticket für die Deutschen Seniorenmeisterschaften im nächsten Jahr. Bis 50 m vor dem Ziel sah er noch wie der Sieger aus konnte das Tempo aber nicht halten und kam am Ende als Zweiter ins Ziel. Ebenfalls Zweite wurde Michelle Kipp in ihrem ersten 400er. Dank eines fulminanten Endspurts musste sie sich in 63,75 nur um 4/100 Neele Harms (TuS Ofen) geschlagen geben. Etwas unglücklich verlief der Wettkampf für Tim-Felix Faasch (U18). In 55,13 verpasste er die Landesmeisterschaftsqualifikation gerade mal um 13/100. Bernhard Sager (M70) absolvierte die 400 m in 1:43,8.

Als erster VfLer musste Jens Willers an den Start. Um mehr als 10 Sekunden konnte er seine Bestzeit auf 4:44,75 verbessern. Manfred Ostendorf (M70) benötigte 5:33,29 für dieselbe Distanz.

Zwei VfL-Siege gab es über 100 m. Den Anfang machte Adham Hess. In 11,35 siegte er vor Niels Kaun in 11,48. Vierter wurde hier Konstantin Merkel (12,00). Chancenlos war die Konkurrenz in der M15 einmal mehr gegen Dennis Siegmund. Bei seinem Sieg in 12,41 hatte er einen Vorsprung von 39/100. Bernd Teuber lief in 13,82 exakt die gleiche Zeit wie am Sonntag in Celle bei den NDM. Bei den Frauen liefen Michelle Kipp (14,71) und Mona Rieber (14,85) auf die Plätze drei und vier.

Im Weitsprung erzielte Rieber 3,93 m und wurde damit Dritte. Niels Kaun siegte mit der Weite von 31,10 m im Diskuswurf. Dritter wurde hier Adham Hess in 24,77. Klaus Sprenger übersprang im Hochsprung 1,20 m und stieß die Kugel auf 8,98 m. Mit dem Diskus erzielte er 28,55 m. Den Abschluss machte Helmut Fuchs über 10.000 m. Im Alleingang knackte er die 50 Minuten und kam nach 49:32 Min. ins Ziel. Jürgen Wegner zeigte sich einmal mehr in dieser Saison äußerst zufrieden mit den Leistungen seiner Athleten.

Senioren des VfL kehren mit fünf Norddeutschen Titeln aus Celle zurück

Überaus erfolgreich verlief das Wochenende 14./15.6. für die Sportler des VfL bei den Norddeutschen Seniorenmeisterschaften, gleichzeitig Niedersächsische Landesmeisterschaften, in Celle. Mit je fünf Norddeutschen bzw. Landesmeistertiteln kehrten sie zurück nach Oldenburg.

Den Anfang machte wie erwartet M70-Läufer Manfred Ostendorf über 800 m. Obwohl seit über zehn Jahren nicht mehr über eine so kurze Strecke an den Start gegangen, setzte er sich vom Start weg an die Spitze und lief in 2:47,84 mit vier Sekunden Vorsprung einen souveränen Sieg heraus. Noch deutlicher sicherte er sich ein paar Stunden später den Titel über 5000 m. In 20:17 lag er am Ende 2:15 Minuten vor dem Zweitplatzierten.

Zwischenzeitlich hatte auch Kathrin Scholl über 200 m ihren ersten von zwei Titeln eingefahren. Zwar war sie mit ihrer Zeit von 28,66 Sek. nicht ganz zufrieden aber, dass sie ihre größte Konkurrentin Bettina Bellau (28,81) von der LG Göttingen in Schach halten konnte war mehr als ein Trost für sie. „Ich glaube ich habe mich schon etwas zu früh gefreut, am Ende wurde es noch einmal richtig hart.“ Sie war es auch, die als erste VfLerin an den Start musste. Beim ersten Wettbewerb des Tages, dem Kugelstoßen wurde sie mit der Weite von 9,83 m Dritte (NDM) bzw. Zweite (LM). Eigentlich sollte eine 10 vorne stehen, aber wie viele ihrer Konkurrentinnen kam sie nicht besonders gut mit dem Kugelstoßring zurecht.

Peter Fuchs (M60) lief über 800 m in 2:41 auf Platz drei (NDM) bzw. zwei (LM). Bis 600 m war sogar der Landesmeistertitel noch in greifbarer Nähe. Am Ende musste er aber dem hohen Tempo Tribut zollen und konnte dem Angriff von Gerhard Steljes (LG Hannover, 2:39) nichts mehr entgegensetzen.Dritter wurde auch Bernd Teuber über 200 m in persönlicher AK-Bestzeit von 27.19.

Wenig erfolgsversprechend begann der zweite Tag der Meisterschaften. Bernd Teuber (13.82) als auch Jürgen Jeske (14,09) konnten beide mit ihren 100 m Zeiten nicht zufrieden sein. Besser lief es für Kathrin Scholl. Auch wenn sie diesmal gegen Bettina Bellau chancenlos war lief sie die 100 m in 14,17 so schnell wie seit zwei Jahren nicht mehr und sicherte sich die Vizemeisterschaft. Den ersten Titel des Tages sicherte sich Siegfried Klinke in der M70 über 1500 m in 5:32 mit über einer Minute Vorsprung. Jürgen Jeske erzielte im Weitsprung 4,53 m.

Den Abschluß machten die 400 m Läufe. Als erstes ging Bernd Teuber an den Start. In persönlicher AK-Bestzeit von 61,5 lief er auf Platz 5 (NDM) bzw. 4 (LM). Geschwächt nach sechs Versuchen im Weitsprung lief Jürgen Jeske die 400 m in 75,51. Am Vortag hatte Kathrin Scholl als erste Athletin des VfL den Wettkampf aufgenommen nun schloss sie die Meisterschaft für den Verein ab. Nach ihrem guten 300 m Testlauf beim Training am Dienstag waren sich Jürgen Wegner und Bernd Teuber einig, dass Scholl in der Lage sei den Meistertitel über 400 m in persönlicher Bestzeit zu erringen. Und sie sollten nicht enttäuscht werden. In 63,59 verbesserte sie ihre Bestzeit aus dem Vorjahr um 21/100 und holte sich ihren zweiten Titel. So fiel am Ende das Resümee von Jürgen Wegner auch sehr positiv aus: „Wir können mit den gezeigten Leistungen zum größten Teil mehr als zufrieden sein“.

Bilder: Bernd Teuber.

Dominic Ellwardt sichert sich in letzter Disziplin Platz sechs

Für Dominic Ellwardt ging es am Samstag (14.6.) bei den Landesmeisterschaften im Blockmehrkampf Lauf in Edemissen darum sich mit der gleichaltrigen Konkurrenz in für ihn ungewohnten Disziplinen zu messen. Los ging es mit dem 100 m Lauf den er in 14,15 Sek. absolvierte. Es folgte mit 80 m Hürden Dominics Wackeldisziplin die er aber in 15,5 Sek. meisterte. Mit 4,06 m im Weitsprung und 39 m im Ballwurf blieb er ein wenig unter seinen Möglichkeiten. Als schnellster seiner Altersklasse lief er sich in 6:45 Min über 2000 m im letzten Wettbewerb noch von Platz sieben auf Platz sechs vor.

Fynn-Luca Wolf gewinnt 5 km in Wehnen

Beim diesjährigen Sommerlauf der Karl-Jaspers-Klinik, der auf der klinikeigenen Laufstrecke veranstaltet wurde, konnte Fynn-Luca Wolf über 5 km seinen ersten Gesamtsieg bei einer Laufveranstaltung einfahren. Seine Siegzeit, auf der nicht amtlich vermessenen Strecke, von 19:13 Min. ist die schnellste vom ihm bisher gelaufene 5 km Zeit. Am Ende gewann der mit Abstand jüngste Läufer im Feld hauchdünn mit 3 Sekunden Vorsprung vor Christoph Ahrens. Der Rest der Konkurrenz hatte mehr als zwei Minuten Rückstand.

Adham Hess bestätigt Zeit von Delmenhorst

Beim Bahneröffnungssportfest Ende April in Delmenhorst war Adham Hess bereits eine 11,03 gelaufen aber aufgrund der Probleme mit der Zeitmessanlage konnte er sich nicht so richtig über diese Zeit freuen. Ein leichter Zweifel seinerseits war immer da ob die Zeit den stimmen würde. Seit Pfingstsamstag weiß er jetzt: Ja ich bin so schnell dieses Jahr. In 11,12 gewann er das C-Finale beim Pfingstsportfest in Zeven. Im Vorlauf hatte er bereits eine 11,23 hingelegt. Aber auch Niels Kaun konnte als zweiter des D-Finals mit seinen Zeiten von 11,34 und 11,37 durchaus zufrieden sein. Konstantin Merkel schied in 11,93 im Vorlauf aus. Am Sonntag lief dann Hans Jürgen Lay die 100 m in 11,82 und wurde hier Siebter.

Im B-Finale des 200m-Laufs traffen dann drei VfLer aufeinander. Hier siegte Niels Kaun in 23,05 (Vorlauf 22,96), Adham Hess wurde in 23,47 (23,43) Dritter und Konstantin Merkel in 23,80 (23,52) Vierter. „Zwei 200m Läufe an einen Tag waren dann doch ein bißchen viel für mich“, so Merkel nach dem Lauf.

Den Weitsprung gewann Hans Jürgen Lay mit deutlichem Vorsprung in 6,40 m. Im Elitewettbewerb wäre er mit dieser Weite achter geworden.

Eigentlich wollte Mona Rieber am Sonntag nur ihren Freund Adham Hess anfeuern und ein wenig trainieren, was sie bereits am Tag zuvor gemacht hatte. Dann ließ sie sich aber doch davon überzeugen selbst an den Start zugehen und lief mit etwas schweren Beinen vom Vortagstraining die 100m in 14,9. Kira Harms kam trotz fehlenden Schnelligkeitstraining auf gute 13,69. Im Hochsprung wurde sie aufgrund höherer Anzahl von Fehlversuchen als die ersten beiden Dritte mit einer übersprungenen Höhe von 1,60 m.

Spelmeyer verpasst Bestzeit nur knapp

Nur eine Woche nachdem Ruth Spelmeyer bei einem Einlagerennen in Hannover in 53,07 den Sprung auf Platz eins in der deutschen Bestenliste geschafft hat legte sie bei der Sparkassen-Gala in Regensburg noch einen drauf. In 52,69 verpasste sie ihre persönliche Bestzeit um lediglich 6/100 und gewann ihr Rennen deutlich.

Sebastian Koch startet mit einem dritten Platz in die Bahnsaison

Mit einem dritten Platz über 1500 m beim Pfingstsportfest in Bad Oeynhausen startete Sebastian Koch am Pfingstmontag beruflich bedingt etwas verspätet in die diesjährige Bahnlaufsaison. In 4:35,35 verpasste er den zweiten Platz nur um anderthalb Sekunden und blieb damit acht Sekunden über seiner Bestzeit.

Bernd Teuber gewinnt 1000m in Sottrum

Widrige Witterungsbedingungen machten einmal mehr den Teilnehmern der Sottrumer Sommerlaufserie das Leben schwer. Starker Gegenwind auf der Gegengerade bremsten die Läufer regelrecht aus. „Unter diesen Bedingungen sind die erzielten Resultaten mehr als gut“, zeigte sich Jürgen Wegner zufrieden. Den Anfang machte Bernd Teuber (M45) über 1000 m. Vom Start weg setzte sich eine Dreiergruppe vom Feld ab. Bis hundert Meter vor dem Ziel hielt sich Teuber am Ende der Gruppe auf um sich dann im Endspurt in 3:15 den Sieg bei den Männern zu sichern.

Mutig ging Peter Fuchs (M60) den Meilenlauf an. Mit seinen 1:30 Minuten auf den ersten 409 Metern war er Anfangs weit vorne mit dabei, musste dann aber abreißen lassen und kam in 6:23 ins Ziel. Damit hat er sein Ziel unter 6:28 zu bleiben klar geschafft.

Seinen ersten Bahnwettkampf über eine so lange Distanz absolvierte Wolfgang Jung (M65). Mit seiner Zeit von 7:31 war er ebenso zufrieden wie Jost Schütte (M70) mit seinen 8:17.

Michelle Kipp läuft beim Brunnenlauf der Konkurrenz davon

Ein beherztes Rennen über 10 km lief Michelle Kipp beim Brunnenlauf im Eversten Holz am Sonntag. Schon bei Kilometer drei hatte sie sich einen Vorsprung von einer Minute auf die spätere Zweitplatzierte Heike Piotrowski (41:51, LG Harlingerland) herausgelaufen. Lange sah es danach aus als ob sie erstmals unter 38 Minuten laufen könnte, aber Seitenstiche zwei Kilometer vor dem Ziel machten diesen Traum zunichte. Zwar lief sie in 38:30 ihre zweitschnellste bisher gelaufene Zeit aber es dauerte nach dem Zieleinlauf eine Zeitlang bevor sie sich über ihre gute Zeit so richtig freuen konnte. Genauso souverän wie sie zuvor die Konkurrenz beherrscht hatte zeigte sie sich nach dem Zieleinlauf bei ihrem ersten Fernsehinterview, wo sie oeins-Sportchef Manfred Scholz Rede und Antwort stand.

Lange auf dem dritten Platz liegend, musste sich Florian Bahlmann am Ende mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Am Ende hatte er dem Angriff von Mathias Freese (36:34) vom DSC, in der letzten Runde, nichts mehr entgegenzusetzen. Auch mit seiner Zeit von 36:52 war er nicht ganz zufrieden.

Einen AK-Sieg gab es durch Hermann Karl Harms in der M70 in 51:30. Jost Schütte (1:00:59) lief hier auf Platz Drei und Bernhard Sager (1:10:09) auf Sieben. Die gleichen Platzierungen erzielten Johann deBuhr (47:49) und Franz Skutella (51:19) in der AK M60. Zuvor hatten bereits Paula Böttcher (W23, 24:46) und Bonnie Andres (WJU16, 27:28) den Sprung aufs Podium geschafft. Als Zweite und Dritte über 6,3 km gewannen beide ungefährdet ihre Altersklassen. Böttcher zeigte dabei weiter aufsteigende Form und musste erst zum Ende des Laufs Siegerin Christiane Schwietert (DSC, 24:31) ziehen lassen. Gesundheitlich angeschlagen konnte Bonnie Andres diesmal nicht ganz ihre Leistung abrufen, lief aber trotzdem noch ungefährdet auf den dritten Gesamtplatz. Ina Deharde aus unserer Laufgruppe konnte ihr erstes Rennen nach 43 Minuten erfolgreich beenden. Sprinter Wolfgang Jung wurde in 34:42 Zweiter in der AK M65. Den ersten AK-Sieg des Tages hatte über 2400 m Fynn-Luca Wolf in 8:57 in der MJU14 erlaufen. Als Gesamtvierter musste er nur ein bis zwei Jahre älteren Läufern den Vortritt lassen.