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Oktober

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Johann Arends Deutscher Meister mit dem Schleuderball

Optimaler hätte die Saison für VfLer Johann Arends gar nicht enden können. Bei den Deutschen Schleuderballmeisterschaften in Heuchelheim schleuderte er sein 1 kg schweres Sportgerät auf 49,73 m und damitneunundsechzig Zentimeter weiter als die Konkurrenz. Mit dieser Weite sicherte er sich den Deutschen Meistertitel in der AK M60.

Einen vierten Platz erreichte er beim Steinstoß Dreikampf. Hier musste nacheinander mit einem 5 (11,78 m), 7,5 (9,49) und 10 kg (7,56) schweren Stein gestoßen werden.

Auch wenn es sich hierbei um leichtathletische Disziplinen handelt, so war nicht der Deutsche Leichtathletikverband Veranstalter dieser Meisterschaft sondern der LSWSpezialsport Deutschland e.V., ein Verein der sich die Förderung weniger bekannter leichtathletischer Disziplinen wie z.B. Schleuderball, Gewichtwerfen und Standweitsprung auf die Fahnen geschrieben hat.

 

Sabrina Schütte mit AK-Sieg in ihrem ersten Rennen für den VfL

Mit Platz fünf und dem Sieg in der Frauenklasse über 5 km debütierte Sabrina Schütte im Trikot des VfL beim Oldenburg Marathon. Mit ihrer Zeit von 20:37 war sie nicht ganz zufrieden, hatte sie doch auf eine neue Bestzeit gehofft. In ihrem Windschatten lief Bonnie Andres in 20:41 nur knapp an ihrer Bestzeit vorbei und wurde Zweite in der U16. Platz zwei in der Frauenwertung sicherte sich als elfte Kathrin Scholl in 21:45.

Schnellster VfLer über diese Distanz war Dominic Ellwardt als Zehnter und Zweiter der U16 in 18:38. Auch Daniel Wendel (19:24), David Wenzel (19:35) und der Dritte der U14 Fynn-Luca Wolf (19:47) schafften eine Zeit unter zwanzig Minuten. Auf Platz Fünf in der U18 lief Tim Felix Faasch in 21:41. Mit Bernd Teuber (22:17), Pierre Wirth (22:36), Stefan Behrens (25:14), Thomas Skutella (25:28), Franz Skutella (25:29) und Hans Herrmann Behrens (30:37) waren sechs weitere VfLer über 5 km am Start.

Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr konnten Manfred Ostendorf (40:30), Siegfried Klinke (43:05) und Horst Frense (47:57) den Landesrekord in der 10 km Mannschaftswertung verbessern. Gleichzeitig belegten sie die Plätze eins bis drei in der AK M70. Ihr Ziel den Deutschen Rekord zu verbessern verpassten sie mit ihrer Zeit von 2:11:32 um 83 Sekunden. Ostendorfs Zeit bedeutete gleichzeitig eine neue Deutsche Jahresbestleistung über diese Distanz. Schnellster VfLer war Florian Bahlmann in 37:01, knapp vor Jens Willers der zwei Sekunden nach ihm die Ziellinie überquerte. Als Gesamtelfter und –zwölfter belegten sie in der Männer HK die Plätze drei und vier. Auf Platz fünf lief Sebastian Koch in 38:52. Die gleiche Platzierung erzielten Johann De Buhr (M60, 49:26) und Hermann Karl Harms (M70, 54:00) in ihren Altersklassen. Bernhard Sager benötigte 1:12:51 für die 10 km.

Seinen längsten Wettkampf als Geher absolvierte Andreas Ritzenhoff im Rahmen des Halbmarathons für den er 2:20:52 benötigte.

Kipp läuft knapp am Landesmeistertitel vorbei

Besser hätte der Saisonabschluss für Michelle Kipp vom VfL Oldenburg bei den Halbmarathon-Landesmeisterschaften in Neuenkirchen gar nicht laufen können. Lange konnte die 24jährige der späteren Siegerin Nicole Krinke (LG Nienburg) folgen. Erst bei Kilometer 16 musste sie abreißen lassen und kam mit einem Abstand von gerade Mal 21 Sekunden hinter dieser ins Ziel und konnte sich über den Titel der Vizemeisterin freuen, zwanzig Sekunden vor der Drittplatzierten Miriam Herrmann aus Wolfsburg. Mit ihrer Zeit von 1:23:17 verbesserte sie nicht nur ihre persönliche Bestzeit um 2:40 Minuten sondern konnte sich gleichzeitig den zweiten Platz in der Niedersächsischen Jahresbestenliste sichern. Dabei hatte sie sich in diesem Jahr vor allem auf Bahnwettkämpfe konzentriert und erst nach Ende der Bahnsaison Ende September begonnen sich speziell für die Halbmarathondistanz vorzubereiten und dürfte somit deutlich weniger Trainingskilometer in den Beinen gehabt haben als ihre Konkurrentinnen. Auch die Zweite VfLerin Paula Böttcher konnte sich über eine deutliche Verbesserung ihrer Bestzeit freuen. In 1:33:27 lief sie auf den fünften Platz und verbesserte ihre Bestzeit um über drei Minuten. Lange lag sie sogar auf einem vierten Platz bevor sie in der zweiten Runde der erfahreneren Heike Piotrowski (LG Harlingerland) den Fortritt lassen musste. Kein Wunder, dass Trainer Jürgen Wegner mit seinen beiden Athletinnen nach dem Rennen um die Wette strahlte. „Die beiden haben ein super Rennen abgeliefert. Schade nur, dass wir in diesem Jahr keine dritte Läuferin an den Start bringen konnten. Dadurch, dass die beiden so gut gelaufen sind hätte eine Zeit von 1:59 gereicht um den Mannschaftstitel zu gewinnen.“

Hans-Jürgen Lay springt mit Riesensatz zum Zehnkampftitel

Wenig erfolgsversprechend begannen die Mehrkampfbezirksmeisterschaften in Schortens für die Schützlinge von Trainer Jürgen Wegner. Hatte Kathrin Scholl bereits vor der Abfahrt nach Schortens krankheitsbedingt absagen müssen, klagten Peter Fuchs und Tim-Felix Faasch beim Warmmachen über Knieprobleme. Wenig erfreulich begann dann auch der Wettkampf für die drei VfLer. Mit ihren 100 m Zeiten waren weder Hans Jürgen Lay (12,01) noch Peter Fuchs (15,57) zufrieden. Beide hatten sich eine 2/10 schnellere Zeit erhofft. „Der Sprung war nahezu perfekt“, urteilte Wegner über den dritten Versuch von Lay bei der zweiten Disziplin dem Weitsprung. Mit 6,71 m sprang er so weit wie noch nie im Trikot des VfL. Mit 4,19 m verfehlte Fuchs seine Bestleistung zwar knapp absolvierte mit drei gültigen Sprüngen über vier Meter seinen bisher konstantesten Weitsprungwettbewerb. Mit der Kugel konnte Lay (8,78) sein selbstgesetzte Ziel um drei Zentimeter übertreffen während Fuchs mit 7,96 m die acht Meter knapp verpasste. Etwas Pech hatte Fuchs beim Hochsprung. Eigentlich hatte er die 1,24 m schon übersprungen, riss aber dann noch mit der linken Hand die Latte und musste sich mit 1,20 m zufriedengeben. Lay übertraf mit gesprungenen 1,60 m seine eigenen Erwartungen gleich um acht Zentimeter. Auch beim abschließenden 400 m Lauf blieben beide im Soll. Fuchs war in 73,04 2/10 schneller als erhofft und auch Lay war mit seiner Zeit von 58,22 mehr als zufrieden. Der zweite Tag begann mit der Disziplin die beiden den größten Respekt einflößte, den 110 bzw. 100 m Hürden. Anstatt wie befürchtet mit null Punkten ging Lay mit 220 Punkten aus dieser Disziplin hinaus. Mit 21,82 war er deutlich schneller als erwartet. Fuchs benötigte 23,70 und war weiterhin voll im Soll. Mit 24,54 m (Lay) und 23,92 m (Fuchs) flog bei beiden der Diskus soweit wie erwartet. Wenn es eine Disziplin gibt, die Nicht-Mehrkämpfer daran hindert einen Zehnkampf zu bestreiten, ist dies mit Sicherheit der Stabhochsprung. Diese Angst vergeht aber schnell wenn man erstmals einen Stab in den Händen gehalten hat. So ging es auch den beiden VfLern die im Vorfeld ein paar Trainingseinheiten bei Stabhochsprungspezialist Martin Hillebrecht absolviert hatten. Fuchs konnte in seinem zweiten Stabhochsprungwettkampf seine Bestleistung um 26 cm auf 1,80 m steigern. Für Lay war es der erste Wettkampf und den beendete er mit beachtlichen 2,70 m.

Durch einen Wurf mit dem Speer auf 39,19 m, 12 m weiter als sein Konkurrent, sicherte sich Lay bereits vorzeitig den Titelgewinn, da er dadurch seinen Vorsprung auf komfortable 700 Punkte ausbaute. Fuchs erzielte mit 22,71 persönliche Jahresbestleistung. Im abschließenden 1500 m Lauf war Fuchs in 6:15 21 Sekunden schneller als sein Vereinskollege. Dieser holte den Titel mit 4176 Punkten, während Fuchs seine AK mit 4135 Punkten gewann.

Auch für Tim-Felix Faasch begann der Fünfkampf alles andere als erhofft. Bereits bei der zweiten Höhe war im Hochsprung Schluss. Mit 1,48 m blieb er weit unter seinen Erwartungen und war dementsprechend sehr enttäuscht. Beim anschließenden 100 m Lauf machten sich seine Knieprobleme dann deutlich bemerkbar, so dass er kurz ans Aufgeben dachte. Bei gleichzeitigen 1,8 m Gegenwind konnten sich seine 13,11 unter diesen Umständen durchaus sehen lassen. Mit 8,90 m beim Kugelstoßen war er dann aber wieder voll im Soll. Beim Weitsprung wollte er dann aber kein unnötiges Risiko eingehen und es bei einem Versuch belassen. Trotzdem er nicht mit seinem Sprungbein abspringen konnte sprang er mit 4,98 m nur einen cm kürzer als eine Woche zuvor in Papenburg. Mit einem couragierten 400 m Lauf lief er dann im abschließenden Rennen noch von Platz zehn auf neun in der Gesamtwertung und erzielte 2108 Punkte.

Den Deutschen Rekord im Visier

Zweimal haben Manfred Ostendorf, Siegfried Krinke und Horst Frense vom VfL Oldenburg in diesem Jahr bereits den Landesrekord in der 10 km M70-Mannschaftswertung verbessern können. Zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften in Düsseldorf als sie in 2:13:48 den Titel nach Oldenburg holten. Kein Grund für die drei rüstigen Senioren sich auf die faule Haut zu legen. Zum Abschluss der diesjährigen Straßenlaufsaison wollen sie es noch einmal richtig krachen lassen. Bei ihrem Heimrennen durch Oldenburgs Innenstadt, dem 29. Citylauf, wollen sie am 19. Oktober den Deutschen Rekord brechen der seit vier Jahren von der LC Rapid Dortmund in 2:10:04 gehalten wird. Beim Hitzerennen Anfang September in Düsseldorf waren die drei VfLer folgende Zeiten gelaufen: Ostendorf 41:55, Klinke 42:55, Frense 48:58. Zugegeben, den eigenen Rekord um 3:45 Minuten zu verbessern hört sich im ersten Moment als ein hoffnungsloses Unterfangen an, aber wer die drei kennt wird schnell erkennen, dass die Zeiten von Düsseldorf nicht das wahre Leistungsvermögen der drei Oldies vom VfL wiederspiegeln. So hat Manfred Ostendorf sehr gute Erinnerungen an die Strecke in Oldenburg. Vor genau einem Jahr lief er hier in 39:34 einen neuen Landesrekord über 10 km, also mehr als zwei Minuten schneller als in Düsseldorf. Dass er nach wie vor in guter Form ist, bewies er vor zwei Wochen beim Flutlichtsportfest in Papenburg als er in 3:30,39 eine neue Deutsche Jahresbestleistung über 1000 m in der AK M70 aufstellte. Seine persönliche Jahresbestleistung über 10.000 m lief Siegfried Klinke Ende August bei einem Bahnsportfest in Lübeck. Mit seiner Zeit von 41,49 führt er nun die Landesbestenliste über 10.000 m an. Das auch er sich weiterhin in bestechender Form befindet zeigte er am ersten Oktoberwochenende als er in Neumünster mit seiner gelaufenen Zeit von 1:31:52 den vierzehn Jahre alten Landesrekord über die Halbmarathondistanz um über eine Minute verbesserte. Zusammen haben die drei mehr als dreißig Deutsche Meistertitel errungen. Der erfolgreichste von ihnen ist Horst Frense. Achtzehn mal wurde er Deutscher Meister. Hinzu kommen elf Norddeutsche und 45 Landesmeistertitel. Mit 37 Wettkampfjahren ist er der erfahrenste Läufer des Trios. Konnte er mit dem bisherigen Verlauf der Saison nicht so ganz zufrieden sein, was seine Laufzeiten betrifft, scheint er pünktlich zum Rekordversuch wieder besser in Form zu kommen. Beim 10 km-Lauf im Rahmen des Bremen Marathons gewann er die AK M70 in 46:31. So schnell war er schon seit zwei Jahren nicht mehr gewesen. Die Chancen stehen also gar nicht so schlecht für das VfL-Trio, das derzeit auch die niedersächsische Bestenliste anführt, ihren Traum vom Deutschen Rekord zu verwirklichen.

Siegfried Klinke knackt Uraltrekord

Einen weiteren Landesrekord für den VfL sicherte am vergangenen Wochenende Sigfried Klinke über die Halbmarathondistanz. Beim Volkslauf in Neumünster unterbot er in 1:31:52 den vierzehn Jahre alten Rekord um mehr als eine Minute. Damit gewann er nicht nur die AK M70 sondern lief auch auf einen hervorragenden sechsten Platz in der Gesamtwertung und zeigte sich in guter Form für den anstehenden Rekordversuch.

VfL-Trio führt jetzt Bestenliste an

Zwei Wochen vor dem Oldenburger Citylauf bei dem Manfred Ostendorf, Siegfried Klinke und Horst Frense den Deutschen Rekord in der Mannschaftswertung über 10 km angreifen wollen zeigte sich Horst Frense beim 10 km Lauf im Rahmen des Bremen Marathons in bestechender Form. Bei seinem Sieg in der AK M70 lief er in 46:31 so schnell wie schon seit zwei Jahren nicht mehr. Die drei VfLer führen nun die Landesbestenliste über 10 km an. Beste Voraussetzungen für den Rekordversuch in Oldenburg.

Überlegener Sieg durch Michelle Kipp beim Ofener Herbstlauf

Sie war als Favoritin beim Ofener Herbstlauf an den Start gegangen und von Beginn an ließ Michelle Kipp kein Zweifel aufkommen wer heute ganz oben auf dem Treppchen stehen würde. Vom Start weg machte sie mächtig Dampf und schon nach der ersten von drei Runden war sie der Konkurrenz weit enteilt. Dass es eigentlich zu warm für Bestzeiten war kümmerte Kipp wenig. In 37:44 lief sie exakt ihre persönliche Bestzeit die sie in diesem Jahr beim Jever Fun Lauf gelaufen war. Beim Zieleinlauf musste sie dann auch nur sechs Männern den Vortritt lassen. „Mein erster Kilometer war mit 3:33 Min. schon ein wenig schnell, aber es hat sich heute einfach richtig gut angefühlt“, trauerte sie der knapp verpassten neuen Bestzeit nur kurz hinterher.

Mit Paula Böttcher (40:13) lief eine weitere VfLerin auf den dritten Platz. Lange hatte sie auf den zweiten Platz gelegen, aber dem Endspurt der ehemaligen Mittelstrecklerin Tina Treibert (TriClub Wuppertal, 40:07) hatte sie nichts entgegenzusetzen.

Hermann Karl Harms konnte sich in 53:54 den zweiten Platz in der AK M70 sichern. Weitere gute Platzierungen gab es durch Henning Frerichs (6. M40, 44:36) und Johann de Buhr (5. M60, 50:09). Fußballer Marc Bury lief in 43:31 auf Platz neun in der M35.

Wie schon im Vorjahr reichte es für Jens Willers über 5 km nur für Rang zwei. Aber breiter hätte Willers Grinsen im Ziel auch bei einem Sieg nicht ausfallen können. Hatte der VfLer doch seine persönliche Bestzeit gleich um 21 Sekunden verbessern können. Fynn Luca Wolf war zwar beim Spardalauf schon einmal schneller gelaufen, aber auf einer vermessenen Strecke waren seine 19:48 auch für ihn eine Verbesserung seiner persönlichen Bestzeit. Mit dieser Zeit wurde er dritter seiner Altersklasse. Dritte in ihrer Altersklasse wurden auch Bonnie Andres als Gesamtfünfte in 21:03 und Bernhard Sager (34:26) in der M70. Mit Jürgen Jeske (5. M50, 21:53), Bernd Teuber (10. M45, 23:24), Stefan Behrens (13. MHK, 24:56) und Franz Skutella (4. M60, 25:33) waren vier weitere VfLer über 5 km am Start.

Lukas Behrend (7. MKU12, 13:55) und Kaatje Hempen (6. WKU12, 16:24) waren im 3000 m Schülerlauf am Start.